Wien. (may) Das Programm wird noch hart genug - also begann die Vorbereitung auf die entscheidenden WM-Qualifikationsspiele am Montagvormittag mit einer leichten Einheit im Prater. Bei der dem nominell einzigen Star der rot-weiß-roten Auswahl eine wohlverdiente Pause gegönnt wurde: David Alaba musste erst zum Mittagessen antreten, nachdem er am Sonntag mit seinen Bayern-Kollegen das Oktoberfest besucht hatte (und dabei die Maß nicht anrührte). Nach eroberter Tabellenführung in Deutschland sowie dem glanzvollen Auftritt in der Champions League gebührte dem 21-Jährigen eine kleine Verschnaufpause. "Er hatte zuletzt alle drei Tage ein Match, von daher ist es gut, wenn er einmal auf andere Gedanken kommt", meinte Teamchef Marcel Koller.

Am Freitag sollte der Schweizer beim Entscheidungsspiel gegen die Schweden in Stockholm (20.45 Uhr/ATV) und beim Abschlussduell auf den Färöer am Dienstag wieder aus dem Vollen schöpfen können. So sieht der Gesundheitszustand der zuletzt wegen Kniebeschwerden bei ihren Klubs nicht eingesetzten Christian Fuchs und Julian Baumgartlinger schon vielversprechend aus. Auch die Adduktorenschmerzen von Markus Suttner dürften nur am Montag zu einer Trainingspause geführt haben. "Auch das wird schon besser", so Koller.

Auch beim Gegner gab es eine Schrecksekunde: Der schwedische Topstar Zlatan Ibrahimovic musste am Sonntag beim Spiel seines Klubs Paris Saint-Germain gegen Olympique Marseille wegen einer Wadenblessur ausgetauscht werden. Am Montag folgte die Entwarnung für das WM-Qualifikationsspiel: "Es war ein gewöhnlicher Schlag. Das sollte kein Problem sein", erklärte "Ibra". Ein Ausfall wäre für das Drei-Kronen-Team auch nur schwer zu verkraften, oder wie es Koller ausdrückte: "Schweden ist Ibrahimovic."

Der Weg zum Erfolg (und in die Play-offs) führt für die ÖFB-Auswahl demnach über ihn - nämlich ihn wie beim 2:1-Sieg in Wien aus dem Spiel zu nehmen. Ohne jedoch das eigene System aufzugeben: "Daheim wird Ibrahimovic sicher noch dominanter auftreten. Wir wissen, dass er gut drauf ist, aber wir werden wegen ihm nicht alles auf den Kopf stellen und unser Spiel durchziehen", so Koller. Dass ein Remis in Schweden für Rang zwei oder die Play-offs zu wenig sein könnte, ist dabei allen bewusst. "Wir werden auf einen Sieg losgehen. Wenn wir gegen die Schweden zu passiv sind, werden wir keine Chance haben", sagte Rückkehrer Zlatko Junuzovic. Ähnlich Koller: "Die Spieler riechen den Braten, deswegen gehe ich davon aus, dass sie Vollgas geben werden."

In der Bundesliga enteilt Salzburg derweil der Konkurrenz: In einer temporeichen Partie gewann der Vizemeister am Sonntag bei Meister Austria mit 2:1. Nun beträgt der Vorsprung auf den Zweiten Ried sechs, auf Austria schon zehn Zähler. Und in der kommenden Runde könnte der soeben eingestellte Rekord von 30 Liga-Partien ohne Niederlage (Rapid/1987) übertroffen werden.