Wien. Fußball-Bundesligist Admira hat am Mittwoch durch das Ständige Neutrale Schiedsgericht Rückenwind im Kampf um den Klassenerhalt bekommen. Die letzte Instanz reduzierte die Strafe, die den Niederösterreichern wegen Lizenzverstößen aufgedonnert worden war, von acht auf fünf Punkte. Damit überholte die Admira, die schon hoffnungslos auf dem letzten Platz gelegen war, Wacker Innsbruck und liegt nun mit 17 Zählern genau einen Punkt vor dem neuen Letzten.

Die Bundesliga gab in ihrer Aussendung keine Begründung für die Reduktion der Strafe durch das unabhängige Gremium mit dem vorsitzenden Juristen Walter Rechberger ab. Allerdings dürfte dem Neutralen Schiedsgericht, das die Unterlagen ähnlich gelagerter früherer Fälle angefordert hatte, die Strafe verglichen mit diesen unverhältnismäßig erschienen sein. In einer Stellungnahme des Vereins heißt es: "Der Senat 5 als auch das Protestkomitee (erste und zweite Instanz, Anm.) haben aus Sicht der Admira durch das Aussprechen einer unglaublich deplatzierten und maßlos überzogenen Strafe diese in eine Maximalhöhe geschossen, welche für eine nächste Instanz eine Reduzierung auf ein normales Ausmaß fast nicht mehr möglich war, ohne dass die Österreichische Fußballbundesliga ihr Gesicht verloren hätte. Auch unter Anbetracht dieses Faktums verstehen und akzeptieren wir die Entscheidung." Hintergrund der Strafe war laut Admira - die Bundesliga darf keine Begründung abgeben -, dass Kommunalsteuerverbindlichkeiten in der Höhe von 130.000 Euro vorerst als Rückstellung anstatt wie von der Bundesliga gefordert als Verbindlichkeit gebucht worden waren. Ein Wirtschaftsprüfer habe bestätigt, dass eine Umbuchung an der Lizenzerteilung nichts geändert hätte.