Mattersburg. Das Burgenland ist in der kommenden Saison wieder in der Fußball-Bundesliga vertreten. Der SV Mattersburg fixierte am Dienstag mit einem 1:1 gegen Austria Lustenau bei einer gleichzeitigen 0:2-Niederlage von Verfolger Lask in Horn vorzeitig den Aufstieg und ist damit nach zwei Erste-Liga-Saisonen ab Juli wieder im Oberhaus im Einsatz. Auch der Meistertitel ist zum Greifen nahe, momentan führt der SVM die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auf den nicht aufstiegsberechtigten FC Liefering an.

Die Mattersburger zeichnete vor allem ihre Konstanz aus. Wenn es Schwächephasen gab, dann waren diese nur von kurzer Dauer. Zwischen der 14. und 16. Runde gab es dreimal keinen Sieg, in der 27. und 28. Runde setzte es zum einzigen Mal zwei Niederlagen in Folge.

Mitverantwortlich dafür war vor allem auch das goldene Händchen in der Transferpolitik im Sommer. Mit Karim Onisiwo und Michael Perlak konnten die beiden Regionalliga-Stützen von Austria Salzburg genauso wie St. Pöltens Jano verpflichtet werden. Das Trio schlug voll ein, belebte das Offensivspiel der Truppe von Trainer Ivica Vastic.

Die Offensive wurde zum Trumpf, die Burgenländer erzielten bisher 62 Tore. Neben Onisiwo rückte im Frühjahr vor allem Markus Pink als Schütze in den Vordergrund. Der 24-Jährige führt die Liga-Schützenliste nach seinem Treffer am Dienstag mit 18 Toren vor seinem Klubkollegen (16) an.

Einen großen Anteil am Erfolg hat sicher auch Vastic. Der Ex-Austria-Trainer hatte nach seiner Verpflichtung Ende Dezember 2013 noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht, mit dem Klub gar lange um den Ligaverbleib bangen müssen. Am Ende hatte es mit Rang sechs, nur fünf Punkte vor dem Neunten Parndorf, immerhin für den Klassenerhalt gereicht. Dass dem Ex-ÖFB-Teamspieler in der Folge das Vertrauen ausgesprochen wurde, war im Nachhinein gesehen die richtige Entscheidung. Obwohl sein Vertrag vorerst nur bis Sommer läuft, wäre alles andere als sein Verbleib im Burgenland eine Überraschung.