Salzburg. Double-Gewinner Red Bull Salzburg muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben. Der Fußball-Bundesliga-Meister und ÖFB-Cupsieger und Trainer Adi Hütter haben sich nach Informationen der "Salzburger Nachrichten" am Montag "einvernehmlich" nach nur einem gemeinsamen Jahr getrennt. Der Vertrag des 45-jährigen Vorarlbergers wäre noch eine Saison gelaufen.

Die "Bullen" hatten schon im Laufe der vergangenen Saison mit Sadio Mane, Alan und Kevin Kampl wichtige Stützen verloren. Nun folgte durch die Abgänge von Andre Ramalho, Peter Gulacsi, Stefan Ilsanker und voraussichtlich auch Marcel Sabitzer ein weiterer Aderlass. Das könnte mit ein Grund für die Entscheidung Hütters gewesen sein.

Hütter-Abschied aus Salzburg wegen unterschiedlichen Zielen


Links
Red Bull Salzburg
wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Der scheidende Trainer Adi Hütter hat die Trennung von Fußball-Meister Red Bull Salzburg am Dienstag noch einmal mit unterschiedlichen Zielsetzungen begründet. "Ich sehe mich nicht in Zukunft als Ausbildungstrainer", erklärte Hütter in einer Pressekonferenz. Die zahlreichen namhaften Abgänge hätten seine Arbeit nicht leichter gemacht.

"Es wird auch in Zukunft so sein, dass die besten Spieler den Verein verlassen werden", meinte Hütter. "Der Weg ist vorprogrammiert. Diesen Weg möchte ich auch nicht mitgehen, weil ich meine persönlichen Ziele ein bisschen anders sehe." Hütter hatte die Mannschaft vergangenen Sommer übernommen und zum Double geführt. Am Montagabend gaben die Salzburger die einvernehmliche Trennung bekannt.

Bis zum Trainingsauftakt am 27. Juni wollen die Bullen einen neuen Chefcoach präsentiert haben. "Das Profil des Trainers muss natürlich zu unserer Vereinsstrategie passen", erläuterte Generalmanager Jochen Sauer. Das enge den Kandidatenkreis bereits ein. Sauer: "Es ist klar, dass wir da nicht nur in Österreich schauen können, sondern uns auch auf dem europäischen Trainermarkt umschauen."

Namen, darunter den in spanischen Medien kolportierten früheren Barcelona-Stürmer Oscar Garcia, wollte Sauer nicht kommentieren. Auch eine interne Lösung mit Peter Zeidler vom Zweitligisten FC Liefering schloss der Manager nicht aus. "Es geht um die beste Lösung", sagte Sauer. "Da kommen alle Möglichkeiten in Betracht."