Mattersburg. Die Wiener Austria will ihren Lauf auch in der Festung Pappelstadion fortsetzen. Bei vier Meisterschaftssiegen in Folge halten die punktegleich mit Red Bull Salzburg zweitplacierten Violetten, fünf wurden zuletzt in der Meister-Saison im Frühjahr 2013 erreicht. Vor dem Spiel am Sonntag (16.30 Uhr/live ORFeins und Sky) machten sich die Austrianer aber auf eine schwere Aufgabe in Mattersburg gefasst.

Der fünf Zähler hinter den Wienern aktuell viertplacierte Aufsteiger aus dem Burgenland liegt nach Verlustpunkten in der Heimtabelle an der Spitze. Fünf Siege aus sechs Heimspielen stehen für Mattersburg zu Buche, nur gegen die Admira rannte man in ein 0:4. Die Austria ist ihrerseits jedoch der Schrecken der Heim-Fans und hat nach dem jüngsten Derby-Erfolg bei Rapid (2:1) in der Auswärtstabelle die Spitze übernommen. Grund genug also für Trainer Thorsten Fink, im Vorfeld von der "hervorragenden Stimmung" nach dem Erfolg im Stadtduell zu schwärmen. Geht es nach ihm, so soll der Lauf in Mattersburg nicht enden. "Der Sieg gegen Rapid ist sehr viel wert, wenn wir in Mattersburg gleich nachlegen", betonte der Deutsche, der bis auf Kapitän Robert Almer alle Stammkräfte dabei hat. Der Ausfall des ÖFB-Teamkeepers tue "natürlich weh. Robert ist ein hervorragender Torhüter, die Nummer eins von Österreich und Führungsspieler." Einen positiven Aspekt gebe es dennoch, bietet doch Almers Ausfall für den violetten Nachwuchs eine Chance. "Sie können zeigen, dass, wenn Robert in ein paar Jahren mal geht oder aufhört, wir Spieler haben, die ihn ersetzen können", meinte Fink. In Mattersburg wird Osman Hadzikic im Gehäuse stehen, der 19-Jährige war in der Liga im Frühjahr bereits fünfmal im Einsatz und genieße "das vollste Vertrauen".

Rapid unter Druck


Das erste Saisonduell der beiden Klubs jedenfalls endete mit einem 5:1-Heimsieg der Austria, die Burgenländer spielten dabei nach Rot für Fran Sánchez über 70 Minuten nur zu zehnt. Coach Ivica Vastic wollte deshalb keine Schlüsse daraus ziehen. Der Ex-Teamstürmer sieht seine Mannschaft nach Siegen in Liga und Cup derzeit in einem "Topzustand, auch mental". Immerhin glückte in der Meisterschaft in der Vorwoche zu Hause ein 2:1 gegen Altach, im Cup-Achtelfinale siegte Mattersburg dann bei Regionalligist Wattens 2:0.

Personell kann Vastic mit Ausnahme des verletzten Mario Grgic immerhin aus dem Vollen schöpfen. "Ich habe die Qual der Wahl. Egal, wen ich einsetze, man kann keinen Fehler machen", sagte er. Für Mattersburg geht es am Wochenende um den ersten Punktgewinn gegen die Violetten seit langem. Sechsmal setzte sich bei einem Torverhältnis von 21:4 zuletzt die Austria durch. Der letzte Sieg des SVM gelang am 20. März 2012 (2:0) - mit Vastic als Trainer der Austria.

In der Bundesliga drei Niederlagen in Serie einstecken musste zuletzt auch Rapid, das am Samstag daheim auf Sturm Graz trifft (16 Uhr). Zwar hatte man im Cup einen soliden Sieg über Zweitligist Austria Salzburg feiern können, um aber in der Bundesliga-Tabelle nicht ins Hintertreffen zu geraten, müssen gegen die Steirer dringend drei Punkte her. In der Tabelle liegt Rapid mit 22 Zählern gleichauf mit Mattersburg, dicht gefolgt von Sturm und der Admira. Es wird sich also etwas bewegen in dieser 14. Runde.