Altach/Mattersburg. Am Wochenende hat sich das Trainerkarussell der Bundesliga weitergedreht. Sowohl Grödig-Coach Peter Schöttel als auch Paul Gludovatz von Ried haben am Sonntag ihren Rückzug angekündigt. Die Entscheidungen kamen nicht überraschend. Während Schöttel seine Salzburger Elf in die Zweitklassigkeit entlassen musste und den Hut nahm, war auch Gludovatz mit den Innviertlern lange in Abstiegsgefahr geschwebt - hatte aber die Spielzeit noch auf dem siebenten Rang beenden können. "Das ist ein absolut versöhnlicher Abgang", betonte der Burgenländer auf Sky.

Einen speziellen Grund für seinen Abschied habe es nicht gegeben. Eine gewisse Müdigkeit war dem Coach anzumerken, sprach er doch selbst vom Laster des Alterns und "einer Auszeit". Ob der bald 70-Jährige wirklich in Pension geht, darf bezweifelt werden. "Vielleicht sieht man sich wieder. Ich habe erst vor wenigen Tagen ein gutes Angebot erhalten. Ich nehme es nicht an, aber es ist toll, so ein Angebot zu erhalten, wenn man nicht mehr ganz jung ist", meinte Gludovatz. Auf der Rieder Trainerbank wird er nicht mehr zu sehen sein. Wer seine Nachfolge antreten wird, ist offen.

Grödig bangt um Zukunft


Weniger zufriedenstellend verlief die Saison aus der Sicht der Grödiger - das große Ziel Klassenerhalt wurde nicht erreicht. Nun ist nicht nur die Zukunft von Coach Schöttel offen, sondern wohl auch die des ganzen Klubs. Schließlich besitzen laut Manager Christian Haas derzeit nur zwei Spieler gültige Arbeitspapiere für die Erste Liga. Während die Trainernachfolge bei Grödig und Ried noch nicht geklärt ist, steht der Aufstieg von Oliver Lederer zum Chefcoach bei der Admira so gut wie fest. Dafür könnte noch die eine oder andere Rochade dazukommen. Salzburgs Óscar García und Austrias Thorsten Fink gaben noch kein klares Bekenntnis ab, bei ihren Vereinen bleiben zu wollen.