St. Pölten. (rel) Die SV Ried zählt nicht zu jenen Teams, die laufend vom Glück verfolgt sind. Schon gar nicht im ÖFB-Cup. So will es Göttin Fortuna, dass es der oberösterreichische Klub bereits zu einem frühen Zeitpunkt, nämlich in der zweiten Runde, mit einem Liga-Konkurrenten zu tun bekommt - und das zum dritten Mal in Serie. Dass diesmal der Gegner am Dienstag (19 Uhr) St. Pölten heißt, ist da kein Trost, haben doch die Niederösterreicher immer wieder im Spiel gegen Größere ihre Stärken gezeigt, so zum Beispiel beim jüngsten 1:1 gegen den WAC am Samstag. Für den Coach Christian Benbennek ist das jedenfalls Warnung genug. "Es wird keine leichte Partie. Für uns ist es ein wichtiges Spiel. Wir werden uns hineinkämpfen und alles reinlegen, was wir haben", so der Deutsche. Dabei hat er mit St. Pölten so und so noch eine Rechnung offen, hatte es doch 2013/14 im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten eine 1:2-Pleite gegeben. "Entscheidend wird sein, welche der beiden Mannschaften den größeren Willen zeigt, das Spiel zu gewinnen", resümierte dazu Ried-Verteidiger Özgür Özdemir.

Austria unter Druck


Über einen Tag Pause dürfen sich vor ihren Cup-Auftritten noch die übrigen Bundesliga-Teams Sturm Graz (SK Bad Wimsbach), der im Cup 19 Partien unbesiegte Meister Red Bull Salzburg (SC Mannsdorf), Rapid (SV Leobendorf), Altach (ASK Ebreichsdorf) und Austria (Vienna) freuen. Sie sind alle erst am Mittwoch im Einsatz. Mit stolzgeschwellter Brust wird neben Rapid Wien und Sturm Graz, die jüngst 3:0-Kantersiege in der Bundesliga gefeiert haben, vor allem auch Red Bull Salzburg antreten. Der Meister hatte sich nach dem 0:1 gegen FK Krasnodar am Wochenende glanzvoll mit einem 4:1-Sieg über die Austria zurückgemeldet. Womit die Austria am Mittwoch gegen die Vienna unter Druck steht. Möglich ist im Cup schließlich alles.