Liverpool. Ein verschossener Elfmeter von Diego Costa hat Chelsea wohl einen vollen Erfolg in Liverpool gekostet. Der Angreifer scheiterte Dienstagabend an der Anfield Road zu Beginn der Schlussviertelstunde an Reds-Torhüter Simon Mignolet. Dass Tabellenführer Chelsea nach Costas Fehlschuss dennoch beruhigt auf die Tabelle blicken konnte, war Ausrutschern der Konkurrenz zu verdanken. Tottenham ließ beim vormaligen Schlusslicht Sunderland mit einem 0:0 zwei Zähler liegen, stieß mit weiter neun Zählern Rückstand auf Chelsea aber auf Platz zwei vor. Der nun punktgleiche Erzrivale Arsenal musste sich Watford nämlich zu Hause mit 1:2 geschlagen geben. Jubeln durfte Sebastian Prödl, der in der Abwehr der Hornets durchspielte und durchwegs gute Kritiken erhielt. Arsenals gesperrter Trainer Arsène Wenger musste von der Tribüne mitansehen, wie seine Elf drei fix eingeplante Zähler liegen ließ. Noch dazu verletzte sich Mittelfeldmann Aaron Ramsey.

Will Arsenal weiter um den Titel mitspielen, ist am Samstag ein Sieg beim Spitzenreiter vonnöten. Chelsea empfängt den Konkurrenten an der heimischen Stamford Bridge. Die Gemütslage bei Chelsea war nach der Punkteteilung eine zwiespältige. "Schade, dass Diego Costa den Elfer verschossen hat, weil er sehr gut gespielt hat", sagte Trainer Antonio Conte. "Aber wir können mit dem Ergebnis und der Leistung zufrieden sein. Es ist in Liverpool nicht einfach." So waren die Heimischen auch besser gestartet, lagen dennoch nach 24 Minuten durch ein Freistoßtor von David Luiz zurück. Das 1:1 erzielte Georginio Wijnaldum in der 57. Minute. Liverpools Rückstand beträgt als Tabellenvierter zehn Punkte. An die Titelverteidigung nicht einmal ansatzweise zu denken braucht auch Leicester City. Der Meister verlor mit Ex-Teamkapitän Christian Fuchs bei Burnley mit 0:1 und hat als 16. nur zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.