Das Tor von Alexis Sanchez (r. gegen Arturo Vidal) reichte für Arsenal bei Weitem nicht. - © ap/M. Schrader
Das Tor von Alexis Sanchez (r. gegen Arturo Vidal) reichte für Arsenal bei Weitem nicht. - © ap/M. Schrader

München/Madrid. (art) Es hätte besser laufen können für die Favoriten zum Champions-League-Achtelfinalauftakt: Am Dienstag hatten der FC Barcelona und Borussia Dortmund ihre Hinspiele gegen Paris Saint-Germain (0:4) beziehungsweise Benfica Lissabon (0:1) verloren, am Mittwoch schickten sich der FC Bayern und Real Madrid an, ihre Sache besser zu machen. Die Münchner hatten - zum wiederholten Mal in der jüngeren Champions-League-Geschichte - den FC Arsenal zu Gast, die Spanier den SSC Napoli; für beide Heimmannschaften waren Siege fix eingeplant.

Und beide erfüllten die Aufgabe mit Bravour: Während Real sich trotz 0:1-Rückstands gegen Napoli mit 3:1 durchsetzte, lieferten die Münchner beim 5:1 gegen Arsenals Gunners gar ein Schützenfest. Als klar bessere Mannschaft musste man sich zur Pause noch mit einem 1:1 begnügen. Zunächst war man im 18. Halbfinale hintereinander durch Arjen Robben, den viele schon abgeschrieben hatten, mit 1:0 in Führung gegangen (11.), danach hatte Arsenal aber Glück, als der Schiedsrichter nach einem misslungenen Klärungsversuch von Robert Lewandowski gegen Laurent Koscielny auf den Elfmeterpunkt zeigte - und noch mehr, als Alexis Sanchez, der im ersten Versuch noch vergeben hatte, den Nachschuss zum 1:1 nützte (30.). Drei Bayern, darunter der als Linksverteidiger aufgebotene David Alaba, sahen zu, als man es sich von Sanchez wider alle Not noch einmal spannend machen ließ. Freilich nur kurzfristig: Denn den zart aufkeimenden Anfangselan der Gunners in der zweiten Hälfte wussten die Bayern rasch zu ersticken: Zunächst traf Lewandowski nach einer Flanke von Philipp Lahm per Kopf (53.), nur drei Minuten später hatte Lewandowski ebenfalls seine Ferse im Spiel, als er den Ball mit ebendieser an Thiago weiterleitete und dieser auf 3:1 erhöhte. Mit einem abgefälschten Schuss in Minute 63 stellte Thiago dann auf 4:1, womit die Niederlage Arsenals endgültig besiegelt und der Traum vom Viertelfinaleinzug wohl geplatzt war. Doch für die Londoner kam es noch schlimmer, und zwar in persona des zunächst nicht berücksichtigten Thomas Müller. Dieser schmorte lange auf der Bank, doch als er kam, traf er umgehend zum 5:1 (87.).

Auch Real stieß das Tor zum Viertelfinale weit auf, wenngleich Napoli nach einem Pass von Marek Hamšík auf Lorenzo Insigne und dessen Weitschusstor in Führung ging (8.). In der 18. Minute konnte Karim Benzema den Lapsus wiedergutmachen und per Kopf auf 1:1 stellen. Zur Halbzeit hieß es also wieder: zurück an den Start - und diesen erwischten die Madrilenen dann deutlich besser als in der ersten Hälfte. Zunächst konnte Toni Kroos mit seinem ersten Champions-League-Tor für Real völlig unbedrängt auf 2:1 stellen (49.), wenig später verwertete Casemiro einen Volley-Schuss zum Endstand von 3:1. Zumindest an diesem Abend waren die Favoriten wieder da.