Lionel Messi bei seinem ersten Tor für Barcelona.
Lionel Messi bei seinem ersten Tor für Barcelona.

Barcelona/Madrid. Es ist fast genau zwölf Jahre her. Damals trug Lionel Messi keinen Vollbart, dafür aber die Haare länger. "An jenem 1. Mai 2005 sah es so aus, als habe er eine Idee in seinem Kopf", heißt es in einem Video des spanischen Fußball-Meisters und Spitzenreiters FC Barcelona vom Montag. "Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, wozu Lionel Messi in der Lage ist, wenn er eine Idee in seinem Kopf hat."

An jenem Tag erzielte der damals 17-jährige Argentinier das erste Pflichtspieltor für den FC Barcelona. Es war die 90. Minute, als Joker Messi den Ball mit seinem linken Fuß nach einer Vorlage von Ronaldinho über den Tormann von Albacete Balompie lupfte. Und das, nachdem ein fast identischer Messi-Treffer ebenfalls per Heber und nach Vorlage von Ronaldinho vom Schiedsrichter zuvor nicht gegeben worden war. "Wo andere ein Problem gesehen hätten, sah er eine Gelegenheit, die Chance damit anzufangen, Geschichte zu schreiben", sagt die Stimme in dem Video.

Lionel Messi, zwölf Jahre danach. Er trifft immer noch.
Lionel Messi, zwölf Jahre danach. Er trifft immer noch.

Messi ist inzwischen fünffacher Weltfußballer des Jahres und gilt für viele als größter Fußballer aller Zeiten. Beim 3:2-Sieg des FC Barcelona im Clásico am Sonntagabend im Stadion Santiago Bernabéu vom Erzrivalen Real Madrid erzielte der 29-Jährige die Pflichtspiel-Treffer 499 und 500 für die Katalanen, jenes zum 1:1-Ausgleich und das entscheidende zum Endstand in der 92. Minute. Ein weiteres Tor steuerte Ivan Rakitić zu jenem Sieg bei, der die Mannschaft nun doch noch von einem Titel in der spanischen Meisterschaft träumen lässt. Nach 33 Runden hat Barcelona wieder die Spitze übernommen - allerdings hat Real gleich viele Punkte gesammelt und noch ein Spiel mehr zu absolvieren.

An diesem Sonntag überwogen freilich die Freude über den Prestigesieg und die Lobeshymnen für Messi: "Er ist der Allerbeste in der Geschichte", sagte Rakitić.