Wien. Dass die Hoffnung Österreichs auf einen Fixplatz in der nächsten Champions-League-Saison 2018/19 lebt, ist nicht zuletzt Red Bull Salzburg zu verdanken. Denn der Europa-League-Fixaufsteiger, der am Donnerstagabend in Marseille sein letztes Gruppenspiel bestreitet, hat seit 2013/14 mehr Punkte beigesteuert als die beiden Wiener Großklubs Austria und Rapid zusammen. 57 Punkte gehen in diesem Zeitraum auf das Konto der Salzburger, mit großem Abstand folgen Rapid (28,5) und die Austria (25). Zusammen kommen die Wiener Vereine auf 53,5 Zähler. Weit dahinter rangiert Altach mit immerhin 7,5 Punkten, dann folgen Admira Wacker (3,5), Ex-Champions-League-Teilnehmer Sturm Graz (2,5), der WAC, Grödig (je 2) sowie St. Pölten (1). So wie Salzburg kann auch die Austria heuer noch weitere Punkte holen. Dafür müssten die Wiener gegen AEK Athen gewinnen, um ins Sechzehntelfinale einzuziehen.

Dazu ist zu bemerken, dass die Punkte in jeder Saison durch die Zahl der pro Nation teilnehmenden Klubs dividiert wird. Die hier genannten Zahlen sind absolut. In der Fünfjahreswertung liegt Rot-Weiß-Rot aktuell bei 29,35 Punkten und auf Rang elf. Sollte diese Platzierung bis zum Ende dieser Europacup-Spielzeit gehalten werden, wäre das Ticket für die Königsklasse fix, sofern sich der Sieger 2019 über die nationale Meisterschaft für die nächste Auflage der Eliteliga qualifiziert und die diesbezügliche Uefa-Access-List auch offiziell bestätigt wird. Darüber hinaus profitiert Salzburg von seiner in den vergangenen Jahren erarbeiteten Position im Ranking der Uefa (50.).

In der Auslosung zur Europa-League-Gruppe wurden die Salzburger aus Topf eins gezogen und ersparten sich damit Kaliber. Gesetzt war Salzburg freilich auch in der Qualifikation zur Champions League, wo gegen Rijeka das Aus kam. Die Austria wurde aus dem Europa-League-Topf zwei gezogen. Sturm war als ungesetzte Mannschaft in der Qualifikation an Fenerbahçe Istanbul gescheitert.