AbuDhabi. Außenseiter gegen Starensemble - so etwa lässt sich das Halbfinale der Klub-WM zwischen Al-Jazira Abu Dhabi und Real Madrid umreißen. Eine Niederlage wäre für den Titelverteidiger um Superstar Cristiano Ronaldo eine bittere Blamage. Am Mittwoch (18 Uhr) peilen die Königlichen daher im Zayed-Sports-City-Stadion von Abu Dhabi einen Sieg an, um im Finale am kommenden Samstag dann Geschichte schreiben zu können.

Sollte Real die Trophäe erneut einheimsen, wäre Spaniens Rekordmeister der erste Verein, der es schafft, diesen Titel erfolgreich zu verteidigen. Insgesamt wäre es der dritte Klub-WM-Sieg nach 2014 und 2016. Damit würden die Königlichen mit dem ewigen Rivalen FC Barcelona gleichziehen, der 2009, 2011 und 2015 gewonnen hatte. In den Emiraten hat Trainer Zinédine Zidane alle Stars dabei. "Es gibt keine Entschuldigungen, wir hatten Zeit, die Spiele vorzubereiten", sagte der Franzose im Vorfeld des Turniers.

"Wir spielen für die Emirate"


Außenseiter Al-Jazira wiederum wird vom Niederländer Henk ten Cate trainiert, der einst Assistenzcoach von Frank Rijkaard bei Barcelona (2003 bis 2006) war. Die Gastgeber schöpfen Mut aus dem 1:0-Erfolg gegen Urawa aus Japan, der den Weg ins Halbfinale ebnete. "Wir spielen nicht nur als Al-Jazira, wir spielen für die Vereinigten Arabischen Emirate", betonte Stürmer Ali Mabkhout, der das entscheidende Tor erzielt hatte. Zu überzeugen vermochte bei den Arabern vor allem die Defensive. Gegen Weltfußballer Ronaldo und Co. wird sie aber deutlich mehr gefordert sein.

Das Finale der Klub-WM (sowie das Spiel um Platz drei) findet am 16. Dezember in Abu Dhabi statt. Neben Real und Al Jazira haben auch die Halbfinalisten Grêmio Porto Alegre (Sieger der Copa Libertadores) sowie CF Pachuca aus Mexiko eine Chance aufs Finale (Dienstag nach Redaktionsschluss). Die übrigen Qualifikanten, darunter Auckland City und Urawa Red Diamonds, sind bereits ausgeschieden.