Auch das ÖFB-Team trainierte oft im Ausland (Spanien).apa/Jäger
Auch das ÖFB-Team trainierte oft im Ausland (Spanien).apa/Jäger

Wien. Nach kurzer weihnachtlicher Verschnaufpause starten die Bundesligisten in dieser Woche in die Vorbereitung auf das Frühjahr. Winterkönig Sturm Graz wird dabei am Donnerstag besondere Aufmerksamkeit zuteil. Heiko Vogel übernimmt von Neo-Teamchef Franco Foda den Posten als Chefcoach des Tabellenführers und tritt dabei ein schweres Erbe an. Schon einen Tag zuvor geht es bei Nachzügler St. Pölten, Mattersburg und dem SK Rapid los. Die Wiener absolvieren in der ersten Woche des neuen Jahres aber zunächst medizinische Tests. Erst am kommenden Montag steht das erste Mannschaftstraining im Trainingszentrum beim Ernst-Happel-Stadion an. Titelverteidiger Red Bull Salzburg beendet den Winterurlaub ebenfalls am 8. Jänner mit der ersten Einheit in Taxham.

In puncto Trainingscamps hat Spanien der Türkei den Rang abgelaufen. Hatten sich zu Jahresbeginn 2016 noch acht der zehn Bundesligisten an der türkischen Riviera in Form gebracht, hat die unsichere Lage in der Türkei die Vereine im Vorjahr zu einem Umdenken bewogen. Heuer treten St. Pölten und Altach wieder die Reise nach Belek an. Der überwiegende Teil macht sich in Spanien fit. So sind Sturm Graz, Salzburg, Rapid, die Admira und der Lask im Süden Spaniens einquartiert. Mattersburg setzt zum wiederholten Mal auf das portugiesische Faro, der WAC wie im Vorjahr auf Malta und die Austria erstmals auf Zypern. Bei den nur sechstplatzierten Violetten gibt Trainer Thorsten Fink nach zweitägigen Leistungstests ebenfalls ab 8. Jänner den Startschuss zur Aufholjagd. Bis dahin könnte sich auch die Zukunft von Spielmacher Raphael Holzhauser geklärt haben, der seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängert hat.

Transferkarussell in Gang


Bei Sturm wird Sportchef Günter Kreissl die Gespräche mit ab Sommer ablösefreien Akteuren wie Stefan Hierländer, Dario Maresic oder Marvin Potzmann forcieren. Vogel wird sich beim Trainingsauftakt in Messendorf erstmals als Sturm-Coach präsentieren. Seit seiner offiziellen Vorstellung als Foda-Nachfolger hat sich der Deutsche aus Respekt für dessen Arbeit mit öffentlichen Aussagen und Auftritten zurückgehalten. Im November hielt Vogel aber eines fest: "Ich verspüre eine unglaublich große Vorfreude."

Bei den zweitplatzierten Salzburgern wird Heimkehrer Andre Ramalho wieder mit von der Partie sein. Der Brasilianer dürfte Landsmann Paolo Miranda ersetzen, den Heimweh plagt. Offiziell wurde der Abgang des Innenverteidigers noch nicht vermeldet. Mit Vollzugsmeldungen auf dem Transfersektor hielten sich die Erstligisten ansonsten bisher zurück. Offiziell gestartet wurde das Jänner-Transferfenster auch erst per 1. Jänner. Schlusslicht St. Pölten vermeldeten bereits die Ausleihen von David Atanga (Salzburg) und Philipp Malicsek (Rapid). Die Niederösterreicher gaben auch eine bis Juni 2020 laufende Kooperation mit Portugals Erstligisten CD Aves bekannt.

Einen bemerkenswerten Abgang hat am Neujahrstag hingegen der SCR Altach bekannt gegeben. Der Stürmer Bernard Tekpetey kehrt demnach vom österreichischen Bundesligisten zu Schalke 04 zurück. Der Leihvertrag des 20-jährigen Ghanaers wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst, gaben die Vorarlberger am Montag bekannt. Der 20-jährige Ghanaer war Mitte August ins Rheindorf und erzielte in zwölf Einsätzen drei Tore für den SCR. Der Leihvertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Tekpetey ist bereits nach Deutschland zurückgereist und wird mit den Königsblauen ins Trainingslager starten.

In die Bundesliga, das heißt zur Wiener Austria zurückkehren könnte wiederum Michael Madl. Der 29-Jährige ist im Jänner 2016 von Sturm Graz zu Fulham gewechselt, zunächst auf Leihbasis, und hat noch Vertrag bis zum Sommer. Aktuell spielt der Innenverteidiger bei den Londonern so gut wie gar keine Rolle.