• vom 12.02.2018, 19:57 Uhr

Fußball

Update: 12.02.2018, 20:30 Uhr

Sanktionen

Sektorsperre und Geldstrafe gegen Rapid




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Von WZ Online, APA

  • Nach den Derby-Vorfällen wurde nun einmal härter durchgegriffen.

Nach den unschönen und unnötigen Derby-Vorfällen wurde Rapid nun bestraft.

Nach den unschönen und unnötigen Derby-Vorfällen wurde Rapid nun bestraft.© APA/EXPA/THOMAS HAUMER Nach den unschönen und unnötigen Derby-Vorfällen wurde Rapid nun bestraft.© APA/EXPA/THOMAS HAUMER

Wien. Der Strafsenat (Senat 1) der österreichischen Fußball-Bundesliga hat zu den Vorfällen beim 325. Wiener Derby ein Urteil gefällt. Die Begegnung zwischen Rapid und Austria war am Sonntag vor einer Woche (4. Februar) wegen aus dem Rapid-Fansektor geworfener Gegenstände für rund zehn Minuten unterbrochen worden.

Fußball-Rekordmeister Rapid hat nach den Fan-Vorfällen im Wiener Derby gegen die Austria im Allianz Stadion eine harte Strafe bekommen. Der Senat 1 der Bundesliga verhängte über die Hütteldorfer am Montag eine Teilsektorsperre für eine Partie. Ein zweites Spiel wurde bedingt auf ein Jahr ausgesprochen. Der Tabellendritte muss zudem eine Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Euro zahlen.

Fans hatten im Derby mehrere Gegenstände aufs Feld geworfen, und trafen damit auch Austria-Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser. Eine rund zehnminütige Unterbrechung war die Folge. In der Schlussphase sorgten auch noch zwei "Flitzer" auf dem Feld für Negativ-Schlagzeilen.

Ein Überblick über Vorfälle mit Fans des österreichischen Fußball-Bundesligisten SK Rapid Wien seit 2011:

22. Mai 2011: Hunderte Rapid-Anhänger stürmen im Derby gegen die Austria beim Stand von 0:2 auf den Rasen und attackieren Austria-Fans mit Leuchtraketen. Das Spiel wird abgebrochen und mit 3:0 für die "Veilchen" gewertet. Rapid erhält als Strafe ein Geisterspiel und eine Pönale von 50.000 Euro.

23. August 2012: Zwischen Fans von Rapid und PAOK Saloniki kommt es im Play-off-Hinspiel der Europa League in Thessaloniki zu schweren Ausschreitungen. Die UEFA sanktioniert die Hütteldorfer mit einem Geisterspiel und einer Geldstrafe von 75.000 Euro.

7. September 2013: Nach einem Freundschaftsspiel im Hanappi-Stadion gegen den 1. FC Nürnberg liefern sich die befreundeten Fan-Gruppen beider Clubs Kämpfe mit der Polizei.

4. April 2014: Zwei Tage vor dem Derby schlagen vermummte Rapid-Fans abends in der Nähe der Generali Arena den Austria-Nachwuchsspieler Valentin Grubeck krankenhausreif.

9. November 2014: Beim Derby im Happel-Stadion kommt es zu Ausschreitungen. Die Folge: In den darauffolgenden beiden Duellen der Erzrivalen bleiben die Gästesektoren geschlossen. Zudem gibt es bedingte Sperren der Heimsektoren, die schließlich für beide Clubs schlagend werden - im Fall von Rapid am 4. März 2015 gegen Altach.

4. März 2015: Da Rapid gegen Altach im Happel-Stadion laut Bundesliga einen "alternativen Fan-Sektor" zuließ, müssen die Grün-Weißen 15.000 Euro zahlen.

4. August 2016: Rapid-Profi Maximilian Entrup wird beim Auslaufen nach dem Heim-3:0 in der Europa-League-Qualifikation über Schodsina im Allianz Stadion Ziel einer Knallkörper-Attacke von Hütteldorfer Anhängern. Der Stürmer war einst Mitglied der aktiven Austria-Fanszene.

12. Februar 2017: Nach Ausschreitungen vor und während des Derbys im Happel-Stadion muss Rapid 35.000 Euro und die Austria 20.000 Euro zahlen.

8. April 2017: Nach eigenen Angaben holen die Rapid-Ultras den Mannschaftsbus nach einem 0:3 in Ried bei der Heimreise von der Autobahn. Dabei handelt es sich laut Verein um eine "ganz normale Aussprache zwischen einer Fußball-Mannschaft und Fans, bei der es zu keinen negativen Vorfällen kam".

6. August 2017: Rapid-Fans provozieren mit Wurfgeschoßen auf Austrias Raphael Holzhauser eine mehrminütige Derby-Unterbrechung. Der Club erhält dafür eine Geldstrafe von 30.000 Euro.

13. August 2017: In der Südstadt gegen die Admira fliegen wieder aus dem Rapid-Sektor Gegenstände auf das Spielfeld. Die Partie wird unterbrochen, Rapid muss 15.000 Euro bezahlen.

4. Februar 2018: Neuerlich steht das Derby im Allianz Stadion vor dem Abbruch, weil Gegenstände unter anderem auf Holzhauser - der eine blutende Wunde erleidet - und Felipe Pires geworfen werden. Zudem unterbinden zwei Platzstürmer im Finish einen vielversprechenden Austria-Angriff. Die Liga verhängt am 12. Februar eine Teilsektorsperre (Blöcke 1-5, 8 und 13-20) für zwei Rapid-Heimspiele, wobei eine Partie bedingt auf zwölf Monate ausgesprochen wird. Zudem müssen die Rapidler 100.000 Euro Strafe zahlen.





Schlagwörter

Sanktionen, SK Rapid Wien

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-12 19:58:14
Letzte nderung am 2018-02-12 20:30:09



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