Mattersburg. (art) Gerald Baumgartner konnte sich die drei restlichen Viertelfinalspiele im österreichischen Cup am Mittwochabend in aller Ruhe zu Gemüte führen, er selbst hat mit seiner Mannschaft die Hürde Hartberg schon genommen. Im ersten Viertelfinalspiel hatte der SV Mattersburg den Erste-Liga-Klub Hartberg durch Tore von Smail Prevljak, Markus Pink sowie einen Doppelpack von Masaya Okugawa klar mit 4:1 besiegt und das Semifinale erreicht. Die Burgenländer ließen sich im heimischen Pappelstadion weder von den frostigen Temperaturen noch von der schütteren Kulisse oder der Favoritenrolle beirren und setzten ihren Erfolgslauf fort. Seit Wiederanpfiff der Bundesliga nach der Winterpause hat der SVM in der Liga drei Siege - darunter das 2:1 gegen die Austria - gefeiert und nur beim jüngsten Remis gegen Altach Punkte abgegeben. Als Bundesliga-Sechster hat man den Abstiegskampf längst hinter sich gelassen. Und im Cup wurde Baumgartner seinem Ruf, ein Spezialist für diesen von nicht allen geliebten Bewerb zu sein, gerecht: 2013 hatte er den Drittligisten Pasching sensationell zum Sieg geführt, ein Jahr später stand er mit St. Pölten im Finale. Für Mattersburg ist es nun der vierte Einzug in die Runde der letzten Vier; 2006 und 2007 scheiterten die Burgenländer erst im Finale jeweils an der Austria.

Die musste sich diesmal schon vor dem Viertelfinale aus dem Bewerb verabschieden, dennoch erwartete Baumgartner vor den Mittwochspartien Sturm gegen Wimpassing, Salzburg gegen Klagenfurt und Rapid gegen Ried einen starken Gegner im Halbfinale, das am 4. März ausgelost und am 17./18. April ausgetragen wird. "Wir nehmen es, wie es kommt. Wir schauen einmal, welche Auslosung kommt. Es gibt wahrscheinlich nur noch starke Gegner. Wenn wir ins Finale kommen wollen, müssen wir richtig gut sein", erklärte der Coach, der aber auch in der Bundesliga nicht nachlassen will. "Jetzt müssen wir regenerieren, am Samstag wartet mit der Admira ein schwerer Gegner."

Die Niederösterreicher liegen hinter Salzburg und Sturm Graz, aber noch vor Rapid an dritter Stelle und damit klar auf Europacup-Kurs. Mattersburg hat allerdings ebenfalls noch Chancen, auf den vierten Platz, den derzeit Rapid hält, fehlen acht Punkte.