Salzburg feierte ein 7:0-Schützenfest. - © Krugfoto/apa
Salzburg feierte ein 7:0-Schützenfest. - © Krugfoto/apa

Wien. (art) Rapid, Salzburg, Sturm und Mattersburg, so lauten die Halbfinalisten im ÖFB-Cup. Nachdem Mattersburg sich am Dienstag gegen Hartberg mit 4:1 durchgesetzt hatte, gaben sich die Favoriten auch am Mittwoch keine Blöße: Sturm setzte sich gegen Wimpassing mit 3:0 durch, Rapid feierte einen 2:1-Erfolg gegen Ried, und Salzburg zelebrierte gar ein 7:0-Schützenfest gegen Austria Klagenfurt.

Salzburg fehlen damit nur noch zwei Siege zum zum fünften Fußball-Cup-Triumph en suite. Der Titelverteidiger spazierte am Mittwochabend mit einem 7:0-(4:0)-Heimerfolg über Regionalligist SK Austria Klagenfurt ins Halbfinale. Patrick Farkas (13.), Hwang Hee-chan (15., 37.), Amadou Haidara (23.), Fredrik Gulbrandsen (69.) und Hannes Wolf (71., 73.) schossen die Salzburger zum 28. Cup-Sieg in Serie. Die Gastgeber dominierten die bei minus zehn Grad Celsius angepfiffene Partie von Beginn weg. Nach Fehler von Rechtsverteidiger Joseph Junior Asante traf Farkas aus 20 Metern genau ins Kreuzeck zur Führung. Nicht einmal zweieinhalb Minuten später erhöhte Hwang nach Pass von Xaver Schlager, der von Takumi Minamino mit der Ferse weitergeleitet wurde, bereits auf 2:0. Den dritten Treffer leitete Kapitän Christoph Leitgeb mit perfektem Zuspiel auf Haidara ein. Der 20-Jährige aus Mali ließ dem Klagenfurter Schlussmann Zan Pelko im direkten Duell keine Chance. Nachdem Haidara die Latte getroffen hatte (32.), schnürte Hwang nach Doppelpass mit Minamino den Doppelpack. Nach dem Wechsel ließ der Südkoreaner dann aber nach Leitgeb-Querpass einen Sitzer aus (55.). Der kurz davor eingewechselte Gulbrandsen machte es dann in der 69. Minute besser. Wenig später folgten noch zwei Tore von Wolf, wobei vor allem das 6:0 - der 200. Cup-Treffer in der Red-Bull-Ära - sehenswert war: Nach Stanglpass von Patson Daka bediente Haidara den 18-Jährigen mit der Ferse perfekt. Das Tor zum Endstand resultierte dann aus einem Nachschuss nach einer abgewehrten Daka-Chance.

Baumgartner Cup-Spezialist


Gerald Baumgartner konnte sich die drei restlichen Viertelfinalspiele am Mittwochabend in aller Ruhe zu Gemüte führen, er selbst hatte mit seiner Mannschaft die Hürde Hartberg schon am Tag davor genommen. Im ersten Viertelfinalspiel hatte der SV Mattersburg den Erste-Liga-Klub Hartberg durch Tore von Smail Prevljak, Markus Pink sowie einen Doppelpack von Masaya Okugawa klar mit 4:1 besiegt und das Semifinale erreicht. Die Burgenländer ließen sich im heimischen Pappelstadion weder von den frostigen Temperaturen noch von der schütteren Kulisse oder der Favoritenrolle beirren und setzten ihren Erfolgslauf fort. Seit Wiederanpfiff der Bundesliga nach der Winterpause hat der SVM in der Liga drei Siege - darunter das 2:1 gegen die Austria - gefeiert und nur beim jüngsten Remis gegen Altach Punkte abgegeben. Als Bundesliga-Sechster hat man den Abstiegskampf längst hinter sich gelassen. Und im Cup wurde Baumgartner seinem Ruf, ein Spezialist für diesen von nicht allen geliebten Bewerb zu sein, gerecht: 2013 hatte er den Drittligisten Pasching sensationell zum Sieg geführt, ein Jahr später stand er mit St. Pölten im Finale. Für Mattersburg ist es nun der vierte Einzug in die Runde der letzten Vier; 2006 und 2007 scheiterte man erst im Finale jeweils an der Austria. Die Auslosung für das Halbfinale erfolgt am Sonntag, für Baumgartner war schon vor den Mittwochsspielen klar: "Wenn wir ins Finale kommen wollen, müssen wir richtig gut sein."