Wien. Eines steht nun fest: Einen Überraschungssieger aus einer unterklassigen Liga wie zuletzt 2013 Pasching wird es diesmal im ÖFB-Cup nicht geben. Ab dem Halbfinale, das am Sonntag ausgelost wird, sind nur noch Bundesligisten dabei. Nach Mattersburg, das sich schon am Dienstag gegen Hartberg durchgesetzt hatte, entschieden tags darauf auch Rapid (2:1 gegen Ried), Salzburg (7:0 gegen Austria Klagenfurt) und Sturm (3:0 gegen Wimpassing) ihre Partien für sich. Mit dem Gegner zu kämpfen hatte dabei einzig Rapid, das zunächst durch einen Elfmeter von Julian Wießmeier unmittelbar vor der Pause in Rückstand geriet. Ein Treffer von Joelinton - ebenfalls vom Strafpunkt aus - und Giorgi Kwilitaia drehten die Partie aber noch. "Der Glücklichere hat gewonnen", sagte Rapid-Coach Goran Djuricin. "Ich will nichts schönreden. Aber im Cup ist das einzig Wichtige, zu gewinnen."

Gemeinsamer Gegner aller Mannschaften war aber freilich die Eiseskälte. Während in der Ersten Liga aktuell die für Freitag angesetzten Partien FAC Wien gegen Wattens, Wiener Neustadt gegen Horn und Kapfenberg gegen BW Linz verschoben werden mussten - nur Innsbruck gegen Austria Lustenau am Freitag (18.30 Uhr) und Liefering gegen Ried am Samstag (14 Uhr) sollen stattfinden -, konnten im Cup alle Partien angepfiffen werden. Die Bedingungen waren aber nicht nur für die Spieler schwierig, sie sorgten auch dafür, dass sich das Zuschauerinteresse in überschaubaren Grenzen hielt. 7200 Zuschauer bei Rapid war das Höchste der Gefühle, Sturm und Salzburg spielten vor 1500 beziehungsweise 2800 Zuschauern. Den Negativrekord hatte am Vortag Mattersburg aufgestellt: Nur 500 Gäste waren ins Pappelstadion gekommen.

Am Wochenende geht es für das siegreiche Quartett wieder in der Bundesliga weiter, auch bei Djuricin war nach dem Cupsieg schon wieder das Augenmerk auf den Schlager in Salzburg am Sonntag gerichtet (16.30 Uhr): "Jeder Sieg gibt Selbstvertrauen. Wir wissen, wenn wir alles reinhauen, ist viel möglich", sagte der Rapid-Trainer.