• vom 16.04.2018, 16:29 Uhr

Fußball

Update: 16.04.2018, 16:44 Uhr

Bundesliga

Mit Rapid kam die Krise




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  • Die Austria muss nach dem 0:4-Heimdesaster um den angepeilten Europacup-Platz bangen.

Der Ball blieb am Sonntag bei Louis Schaub (l.), die Austria mit Florian Klein und Lucas Venuto (r.) hatten das Nachsehen. - © apa/Neubauer

Der Ball blieb am Sonntag bei Louis Schaub (l.), die Austria mit Florian Klein und Lucas Venuto (r.) hatten das Nachsehen. © apa/Neubauer

Wien. (rel) Eigentlich war ja alles für einen Erfolg angerichtet. Vereinsführung und Mannschaft hatten sich zwar am Sonntag auf ein hartes Derby im Ernst-Happel-Stadion eingestellt, allerdings sollte die Begegnung mit dem Erzrivalen Rapid dieses Mal ohne Krawalle und Verletzte auskommen - und nach Möglichkeit freilich mit einem Sieg enden. Es kam anders, und die Austria steckt nach dem 0:4-Heimdebakel tiefer in der Krise als je zuvor. Nicht nur, dass es bei dem 326. Wiener Derby trotz aller Sicherheitsvorkehrungen - es wurden nur bisher unauffällige und überprüfte Fans in die Arena gelassen - erneut zu Festnahmen und Anzeigen kam und eine Fotografin von einem Wurfgeschoss verletzt wurde, machte den violetten Bossen am Tag danach ziemlich zu schaffen, sondern auch die triste sportliche Perspektive.

Im Cup bereits ausgeschieden, in der Bundesliga-Tabelle seit Wochen zwischen den Rängen sechs und sieben gefangen, scheint nun das Erreichen des einzigen noch verbliebenen Ziels, einen Europacup-Platz, wieder in die Ferne gerückt. Da gab es nicht viel zu beschönigen. "Im Nachhinein müssen wir froh sein, nur vier Tore bekommen zu haben", gab Coach Thomas Letsch am Montag zu und weigerte sich tapfer, die Pleite auf Ausfälle wie etwa den von Raphael Holzhauser zurückzuführen. "Das ist mir zu billig. Es kann immer wieder passieren, dass Spieler ausfallen, dann müssen andere in die Bresche springen", sagte der Deutsche.

Dabei war Letsch bei der Austria mit vier Siegen aus fünf Spielen gestartet. Umso mehr lässt der Auftritt gegen Rapid nun vermuten, dass die von ihm verordnete Philosophie weg vom Ballbesitz-Fußball hin zum verstärkten Pressing Turbulenzen verursacht, was der Coach freilich anders sieht: "Es war heute nicht zwingend ein taktisches Problem. Wenn man in der Vorwärtsbewegung einfache Ballverluste hat, wird es schwer." Diese Mängel gilt es schnell abzustellen, steht doch für die sechstplatzierte Austria die Europa-League-Teilnahme auf dem Spiel. Der von der Admira besetzte fünfte Platz, der für das Play-off reichen könnte, ist sechs Runden vor Schluss sieben Punkte entfernt.

Cup-Semifinale gegen Sturm

Nicht um den Europacup bangen muss hingegen Rapid, für das der Start in die entscheidenden Wochen nicht besser hätte verlaufen können. Mit dem 4:0, dem höchsten Derbysieg seit 37 Jahren, behauptete man nicht nur Rang drei in der Liga, sondern tankte auch Selbstvertrauen für das Cup-Semifinale am Mittwoch bei Sturm Graz. Zuviel Euphorie wollte Trainer Goran Djuricin aber dennoch nicht aufkommen lassen. "Wir sind Dritter, dort wollen wir bleiben, aber mehr ist es nicht."





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Dokument erstellt am 2018-04-16 16:33:15
Letzte Änderung am 2018-04-16 16:44:53


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