Russland hat dem ARD-Dopingexperten Hajo Seppelt nach Angaben des Senders die Einreise anlässlich der Berichterstattung über die Fußball-WM verweigert. Das vom SWR für ihn beantragte Visum sei für ungültig erklärt worden, berichtete die Tagesschau am Freitag auf ihrer Internet-Seite. Seppelt stehe auf einer Liste der in Russland "unerwünschten Personen" und könne daher nicht einreisen. Angaben zu den Hintergründen seien nicht gemacht worden.

Reporter ohne Grenzen äußerte sich empört: "Vor dem Hintergrund von Hajo Seppelts kritischen Russland-Recherchen müssen wir davon ausgehen, dass es sich um eine politische Entscheidung handelt", erklärte der Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation, Christian Mihr. Der Vorfall zeige, dass sich Sport und Politik nicht trennen ließen. Der Weltfußballverband Fifa müsse sich dafür einsetzen, dass Seppelt zur WM nach Russland reisen könne. Das Turnier beginnt am 14. Juni.