• vom 31.05.2018, 16:54 Uhr

Fußball

Update: 31.05.2018, 17:04 Uhr

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Blau-gelbe Stadterkundungen




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Von Benjamin Schacherl

  • Die Vienna muss sich nach dem Zwangsabstieg in die fünfte Klasse neu orientieren - den Fans gefällt die Bezirke-Tour.

Die Vienna-Fans sind treue Begleiter - auch im Wiener Unterhaus auf der "Krottenbacher Alm". - © Schacherl

Die Vienna-Fans sind treue Begleiter - auch im Wiener Unterhaus auf der "Krottenbacher Alm". © Schacherl

Wien. Schon von Weitem sind Kindergeschrei und Fangesänge zu hören. Umgeben von Bäumen und angrenzend an ein Kinderfreibad liegt mitten im 19. Bezirk der kleine Fußballplatz der Fortuna 05, die "Krottenbacher Alm". Am Feiertag, zur Matinee um 10.15 Uhr, wird hier die Vienna zum Döblinger Derby am 27. Spieltag der zweiten Landesliga in Empfang genommen.

Mit der Vienna, sechsfacher österreichischer Meister, sind auch mehrere hundert Fans angereist. Die Vormittagssonne sorgt für hochsommerliche Temperaturen, die meisten Anhänger haben sich einen Platz im Schatten der Bäume gesucht. Die Kassiere des kleinen Nachbarvereins freuen sich über rund 400 Zuschauer, vor der Kantine bilden sich lange Schlangen. "Die anderen Vereine freuen sich immer auf uns, weil dann etwas los ist", sagt Ines Schnell von den "First Vienna FC 1894 Supporters", dem Fandachverband der Blau-Gelben. Sie begleitet ihr Team auch zu Auswärtsspielen so oft wie möglich. Seit dem Zwangsabstieg im vergangenen Jahr liegen die Destinationen nun nicht mehr im Burgenland oder in Niederösterreich, sondern innerhalb des Wiener Stadtgebiets.


Das bis dato letzte Ligaduell der beiden Teams liegt lange zurück: 2005 verlor die Fortuna mit Trainer Damir Canadi, später bei Altach und Rapid, mit 1:3 - damals noch in der Regionalliga Ost.

"Kleine Plätze haben Charme"
In die ungewohnten Niederungen des Wiener Fußballs hat den Verein der Zwangsabstieg als Folge der Insolvenz im vergangenen Jahr gebracht. Zuvor war die Vienna Drittligist, nun findet man sich in der fünften Leistungsstufe wieder, weiter unten hat Österreichs ältester Klub noch nie gespielt. "Die kleinen Fußballplätze haben aber ihren eigenen Charme. Es ist wirklich fein und etwas anderes", meint Ines. Die Fünftklassigkeit stellt die Döblinger aber auch vor neue wirtschaftliche Herausforderungen. "Die zweite Landesliga ist nicht das große Zugpferd, um neue Sponsoren zu gewinnen", sagt Vienna-Manager Gerhard Krisch. Er sei aber zuversichtlich, dass die meisten Sponsoren an Bord bleiben.

Eine andere Baustelle konnte zuletzt erfolgreich beendet werden. Vor rund einem Jahr war die Haupttribüne auf der Hohen Warte behördlich gesperrt worden, weil das vierzig Jahre alte Tribünendach einsturzgefährdet war. Nach langen Querelen um die Zuständigkeit und die Finanzierung, ist die Tribüne seit April wieder überdacht. Die neue Konstruktion kostete mehr als 300.000 Euro, der Selbstbehalt der Vienna pendelt sich im höheren, fünfstelligen Bereich ein. Den genauen Betrag werde man laut Krisch erst nach der Endabrechnung wissen. "Mit dem neuen Dach gehen jetzt die Zuschauerzahlen wieder nach oben", sagt er. Zuletzt kamen rund 500 bis 600 Zuschauer zu den Spielen der Vienna. "Das ist für diese Liga sehr ordentlich", meint Krisch.

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Fußball, Vienna

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Dokument erstellt am 2018-05-31 17:01:07
Letzte Änderung am 2018-05-31 17:04:07


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