Wien. Seit dem 6. September 2013 hat die Nationalmannschaft nicht mehr so hoch verloren wie am Sonntag gegen Brasilien. Und seit dem damaligen 0:3 im WM-Qualifikations-Auswärtsmatch gegen Deutschland war das ÖFB-Team in keinem Länderspiel so chancenlos wie jetzt gegen die Seleção gewesen. Der Rekordweltmeister führte der Truppe von Franco Foda den Abstand zur Weltspitze deutlich vor Augen. Denn gleichwohl es im Ernst-Happel-Stadion vor allem in der ersten Hälfte gute Phasen gab - im Endeffekt war Brasilien den Österreichern klar überlegen, wie auch Marko Arnautovic eingestand. "Wir haben gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt, mehr gibt es darüber nicht zu sagen", sagte der Stürmer. Deshalb müsse die erste Niederlage nach sieben Siegen in Folge nicht analysiert werden. "Wir brauchen nicht zu diskutieren, was der Fehler war und was nicht. Die werden der nächste Weltmeister - fertig." Brasilien verfüge über eine "überragende Mannschaft von der Nummer 1 bis 50. Sogar die, die zu Hause sind, haben die Qualität, bei der WM mitzuspielen", erklärte der West-Ham-Legionär.

In dieselbe Kerbe schlug auch Teamchef Foda. "Es gibt keinen Grund zum Pessimismus - im Gegenteil", betonte der Deutsche am Montag in Wien. Immerhin hatte sein Team zuvor auch Testspiel-Siege gegen Russland (1:0) und Deutschland (2:1) gefeiert. Auch wenn die Erfolge wichtig seien, um eine gewisse Euphorie zu entfachen, ging es Foda vor allem um das Auftreten seiner Mannschaft. "Wenn man das halbe Jahr bewertet, glaube ich, dass wir uns konstant gesteigert haben", sagte der 52-Jährige. Einerseits sei das taktische System flexibler geworden, andererseits hätten sich auch einige Spieler empfohlen - wie etwa Sturms Peter Zulj.

Der nächste Test für die Nationalmannschaft steht am 6. September in der neuen Wiener Generali-Arena gegen Schweden auf dem Programm. Fünf Tage später folgt in Zenica gegen Bosnien der Erstauftritt in der neuen Nations League.