• vom 11.06.2018, 16:52 Uhr

Fußball


ÖFB-Damen

Von der Taiga ans Mittelmeer




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  • Das ÖFB-Damenteam will nach seinem Sieg gegen Finnland auch am Dienstag gegen Israel voll punkten.

Tel Aviv. (rel) Nun, die Aussicht ist schon einmal nicht so schlecht. Und das nicht nur aus sportlicher Perspektive. Bereits am Sonntag war das ÖFB-Damenteam in Israel gelandet, und schon am nächsten Morgen fanden sich auf den Social-Media-Seiten der Spielerinnen zahlreiche Bilder vom Strand und dem Meer vor Tel Aviv. Braungebrannte Gesichter lächeln von den Fotos - und tatsächlich haben die Österreicherinnen, die am Dienstag hier in der WM-Qualifikation auf Israel treffen (18.30 Uhr/ORF Sport+), allen Grund zum Lachen. Erst am Freitag hatte man mit einem 2:0-Sieg in Finnland die erste von drei Hürden auf dem Weg zu einem möglichen Play-off-Platz für die Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich souverän genommen. Holen die Damen auch gegen Israel drei Punkte, genügt ihnen im letzten Spiel der Qualifikation im Herbst (daheim gegen Finnland) ein Remis, um Platz zwei in der Gruppe 7 und damit die (geringe) Chance auf eine WM-Teilnahme zu erhalten. Im ÖFB-Team glaubt man jedenfalls daran, es noch unter die vier besten Gruppenzweiten zu schaffen. Der Gruppensieg und damit das direkte WM-Ticket geht an die Spanierinnen, die in der Tabelle mit 18 Zählern führen und gegen die die heimische Elf bisher als Einzige verloren hat. Dahinter ringen Österreich (10) sowie Finnland und Serbien (jeweils 7) ums Play-off-Ticket.

Am Montag stimmte sich das Team im Ramat-Gan-Stadion von Tel Aviv in zwei Trainingseinheiten auf die heißen Bedingungen ein. Ein Selbstläufer wird nicht erwartet. Den einzigen Punkt in der Qualifikation holte Israel bisher immerhin durch ein 0:0 zu Hause gegen Finnland. Gegen den Abwehrverbund samt Fünferkette müssen die Österreicherinnen die passenden Mittel finden. "Es wird nicht einfach. Selbst Spanien hat sich im eigenen Stadion zuletzt sehr schwergetan", erklärte Coach Dominik Thalhammer mit Blick auf das jüngste 2:0 der Ibererinnen gegen Israel. Präzision sei gefragt "und vor dem Tor die nötige Entschlossenheit und Effizienz".


Vor diesem Hintergrund kann der jüngste Sieg in Finnland nicht wertvoll genug eingeschätzt werden. "Nach den Ergebnissen gegen Serbien und Spanien war es wichtig, wieder voll zu punkten", betonte der Teamchef. "Wir haben clever gespielt, vor allem im taktischen Bereich", resümierte der 47-Jährige. Seine Mannschaft hielt damit nicht nur dem Druck stand, sondern kehrte nach drei Partien ohne Sieg auf die Erfolgsstraße zurück. Ein frühes Eigentor von Eveliina Summanen (6. Minute) spielte dabei den Gästen vor 4130 Zuschauern in Helsinki in die Karten. Die mit einer Maske eingelaufene Katharina Schiechtl machte nach einer Freistoßvariante in der 72. Minute alles klar.

Die zuletzt an der Ferse verletzte Nina Burger kam erst in der 54. Minute in die Partie und zu einem besonderen Einsatz, zog sie doch mit ihrem 103. Ländermatch mit Männer-Rekordspieler Andreas Herzog gleich. Ihre ungewollte Tor-Durststrecke dauert jetzt schon acht Länderspiele an. In Tel Aviv könnte sich das nun ändern. Gefolgt von fröhlichen Selfies.




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Dokument erstellt am 2018-06-11 16:58:22



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