• vom 13.06.2018, 17:11 Uhr

Fußball

Update: 13.06.2018, 17:36 Uhr

ÖFB

Ein Sieg fürs Mentale




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  • Österreich Frauen-Nationalteam fertigt Israel 6:0 ab. Fürs WM-Play-off hilft der Sieg nur wenig.

Für Coach Dominik Thalhammer und seine Damen-Mannschaft ist der Weg zur WM 2019 in Frankreich noch weit. - © apa/Punz

Für Coach Dominik Thalhammer und seine Damen-Mannschaft ist der Weg zur WM 2019 in Frankreich noch weit. © apa/Punz

Tel Aviv. (rel) Es war ein Kantersieg, den Österreich dringend gebraucht hat - mental zumindest. Es stimmt schon: Um es noch ins Play-off der besten Gruppenzweiten dieser WM-Qualifikation zu schaffen, müssen nicht nur Siege, sondern vor allem Tore her. Und diese wurden mit dem 6:0-Auswärtssieg am Dienstag gegen Israel auch frei Haus geliefert. Blöd ist nur, dass die Treffer gegen den Gruppenletzten bei dieser Berechnung nicht gezählt werden. Aber zumindest den zweiten Tabellenrang in der Gruppe 7 kann den ÖFB-Damen niemand mehr nehmen, vorausgesetzt sie vergeigen nicht das letzte Spiel am 4. September zu Hause gegen Finnland.

Genau genommen müsste ein hoher Sieg wie in Israel her, wobei es selbst dann noch einiger Schützenhilfe durch die anderen Gruppen bedürfen würde. Allein darüber, was in Herbst sein wird, wollte sich Österreichs Frauen-Nationalteam am Tag nach dem Sieg gegen Israel noch nicht den Kopf zerbrechen. Zu sehr überwog noch die Freude über den Sieg im Ramet-Gan-Stadion von Tel Aviv.

Information


Sp. S U N Tore Punkte
1. Spanien 6 6 0 0 17:1 18
2. Österreich 7 4 1 2 15:6 13
3. Finnland 6 3 1 2 7:4 10
4. Serbien 7 2 1 4 5:10 7
5. Israel 8 0 1 7 0:23 1


Die äußerst offensiv ausgerichteten Österreicherinnen übernahmen gegen die abgeschlagen an der letzten Stelle liegenden Israelinnen von Anpfiff weg das Kommando und gingen schon mit dem ersten Torschuss in Führung. Von einem Einwurf ausgehend landete der Ball über mehrere Stationen schließlich bei Katharina Schiechtl, die aus neun Metern mit einem sehenswerten Schuss traf. Beim 2:0 nach einem Eckball profitierte Carina Wenninger bei einer Flanke auf das lange Eck von der inaktiven Abwehr der Gastgeberinnen. Die Gegner konnten sich erst in der 39. Minute aus der Umklammerung lösen. Sharon Beck nahm sich aus über 30 Metern ein Herz und zwang Manuela Zinsberger zu ihrer einzigen Abwehraktion.

Nina Burger bricht Rekord
Nach der Pause ging es unverändert weiter. Laura Feiersinger hatte auch beim dritten Treffer als Assistgeberin ihre Beine im Spiel. Ihren Pass in den Rücken der Abwehr verwandelte Nicole Billa sicher (49.). Fünf Minuten darauf wurde Feiersinger im 16er nach Ansicht der ungarischen Schiedsrichterin gefoult, Puntigam nahm das Elfer-Geschenk dankend an.

Kurz darauf wurde Nina Burger eingewechselt, und die Stürmerin avancierte mit ihrem 104.Einsatz zur alleinigen ÖFB-Rekordhalterin. Es folgten weitere Tore: Nach 67 Minuten tauchte Verena Aschauer alleine vor der israelischen Torfrau auf und traf aus kurzer Distanz. Vier Minuten vor Schluss krönte Feiersinger ihren hervorragenden Auftritt mit dem 6:0. "Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient, denn wir hätten heute sogar noch das ein oder andere Tor mehr machen können. Wir haben Räume gefunden und sind in der Lage gewesen, diese auch zu bespielen. Israel hat kaum Zugriff bekommen. Es spricht für die Mannschaft, dass sie am Ende der Saison noch einmal so fokussiert aufgetreten ist und das Optimum aus den beiden Spielen herausgeholt hat", resümierte Teamchef Dominik Thalhammer.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-13 17:16:24
Letzte Änderung am 2018-06-13 17:36:18


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