• vom 17.07.2018, 16:58 Uhr

Fußball

Update: 19.07.2018, 09:56 Uhr

Steffen Hofmann

"Ich bin der Anwalt der jungen Spieler"




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Von Wolfgang Wiederstein

  • Steffen Hofmann wechselt am Sonntag offiziell in die Fußballpension. Der neue Rapid-Nachwuchs-Coach im Interview.


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Wien. Am Sonntag geht in Wien-Hütteldorf eine Ära zu Ende. Steffen Hofmann, 37 Jahre alt und zwischen 2002 und 2018 mit halbjähriger Unterbrechung Spieler des SK Rapid Wien, wird mit einem Spiel Rapid gegen "Steffen & Friends" offiziell in die Fußballpension verabschiedet (19.30 Uhr/ORF Sport+). Der Deutsche, der als Rekord-Rapidler 128 Tore in 540 Spielen geschossen hat, 2005 und 2008 Meister war, der in Hütteldorf als "Fußballgott" verehrt wird und dessen Rückennummer 11 die nächsten zehn Jahre nicht vergeben wird, bleibt dem Verein aber als Talente-Manager erhalten. Mit der "Wiener Zeitung" sprach er über seine neue Aufgabe und ließ seine Zeit bei Rapid Revue passieren.

"Wiener Zeitung": Wie darf man sich Ihren Job als Talente-Manager vorstellen?


Steffen Hofmann: Eine gute Frage. Ich bin eine Bezugsperson, eine Art Mentor. Ich bin innerhalb des Vereins der Anwalt der jungen Spieler, der ihnen aber auch ab und zu auf die Finger klopft, wenn mir irgendetwas nicht passt.

Anwalt der Spieler? Das heißt andersrum betrachtet: gegen den Trainer?

Nein. Jeder Trainer hat oft seine eigenen Interessen. Meine Aufgabe ist es, die Interessen der jungen Spieler in den Vordergrund zu stellen, damit sie es besser machen.

Sozusagen das Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft.

Ja, das ist eine sehr wichtige Aufgabe. Es ist mein Ziel, so viele Jungs wie möglich in die Kampfmannschaft zu bringen, und dass sie sich auch dort etablieren.

Ist die zweite Mannschaft auf einer Wellenlänge mit der Kampfmannschaft?

Ich denke schon, dass ein paar Spieler der zweiten Mannschaft das Zeug dazu haben, bei den Profis mitzuspielen. Natürlich gibt es Adaptierungen, wenn man einen Sprung macht. Daher muss man den Jungs helfen, einen klaren Weg vorgeben. Wie man eine Karriere plant und wie man es schafft, in die Kampfmannschaft zu kommen.

Sie haben auch den Begriff Mentor ins Spiel gebracht. Haben Sie eine Ausbildung dafür?

Mentor ist vielleicht ein bisschen zu viel gesagt. Ich möchte da sein für die Jungs, ihnen in allen Belangen helfen, wenn sie Probleme haben. Sie wissen, dass sie zu mir kommen können, wenn es Fragen gibt. Manche machen es, manche weniger.

Hilft Ihnen beim Umgang mit jüngeren Menschen, dass Sie Familienvater sind?

Auch, aber auch durch meine Kollegen, die in den letzten Jahren alle deutlich jünger waren als ich. Manche Jungs haben oft das Gespräch gesucht.

Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?

Das ist alles noch in der Anfangsphase. Es wird so sein, dass ich bei der zweiten Mannschaft am Vormittag beim Training dabei bin. Am Nachmittag mit den Trainern und Spielern spreche. Aber auch mit den Jugendleitern und dem Geschäftsführer Sport.

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Dokument erstellt am 2018-07-17 17:05:02
Letzte Änderung am 2018-07-19 09:56:03


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Das Schreckgespenst der europäischen Superliga geht also wieder um. Langsam müsste man fast annehmen, dieses alle Jahre hervorgeholte Konstrukt dient... weiter





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