• vom 19.07.2018, 17:14 Uhr

Fußball


Fußball

Ein Zuckerl zum Jubiläum




  • Artikel
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Mit dem sportlich aufgewerteten ÖFB-Cup startet die Fußball-Saison in Österreich.

Sturm Graz beendete die Regentschaft von Salzburg im Mai. Nun startet die neue Cupsaison. - © Scheriau/apa

Sturm Graz beendete die Regentschaft von Salzburg im Mai. Nun startet die neue Cupsaison. © Scheriau/apa

Wien. (art) Wer nach fünf Wochen Dauerberieselung durch Fußball in den vergangenen Tagen eine Leere verspürt haben sollte, dem kann geholfen werden. Denn am Freitag startet in Österreich die Saison offiziell. Nun werden zwar nicht die WM und Partien wie Frankreich gegen Kroatien oder Belgien gegen Frankreich geboten, sondern der ÖFB-Cup und Spiele wie Kufstein gegen Rapid, Siegendorf gegen Sturm oder Austria XIII gegen Austria, aber immerhin. Geringschätzen will den Cup - zumindest offiziell - auch bei den Topklubs niemand mehr, wie das bisweilen in der Vergangenheit der Fall war. Zum Jubiläum - vor genau 100 Jahren wurde der Bewerb zum ersten Mal ausgetragen - erfuhr er noch einmal eine Aufwertung: Anders als in den vergangenen Jahren, als der Sieger einen Startplatz in der Europacup-Qualifikation erhielt, darf er diesmal gleich in der Gruppenphase der Europa League einsteigen - und hat damit abseits des Preisgeldes satte Einnahmen sicher.

Titelverteidiger ist Sturm Graz, das die vierjährige Regentschaft von Meister Salzburg in der Vorsaison durchbrochen hat. Er startet mit einer runderneuerten Mannschaft, in der zumindest Peter Zulj (vorläufig) gehalten werden konnte, am Samstag gegen den burgenländischen Landesligisten ASV Siegendorf. Rekordsieger Austria bekommt es zum Sonntags-Matinée in einer Art kleinem Derby mit dem Stadtligisten Austria XIII zu tun, Vorjahresfinalist Salzburg ebenfalls am Sonntag mit dem Askö Oedt.


Sechs Vertreter des neuen, nunmehr aus zwölf Klubs bestehenden Oberhauses sind schon am Freitag mit ihren Spielen dran: St. Pölten, Hartberg, die Admira, der Lask, Mattersburg und Rapid eröffnen die Runde mit ihren Auswärtsspielen. Rapid, das mit Kufstein die weiteste Reise auf sich nehmen muss, will den Saisonauftakt nach dem 1:2 im Test gegen den HSV am vergangenen Wochenende positiv gestalten, steht doch zwei Tage danach mit dem Abschiedsspiel von Rekord-Spieler Steffen Hofmann gegen eine Auswahl "Steffen & Friends" ein emotionaler Höhepunkt bevor. Am Donnerstag wurden weitere Details zu dieser Veranstaltung bekannt: So wird ab 18.15 Uhr ein Vorspiel zwischen dem "SK Rapid Special Needs Team" und dem Team "Kicken ohne Grenzen" geboten, zum Hauptspiel haben sich prominente ehemalige Weggefährten des grün-weißen Ehrenkapitäns wie Owen Hargreaves, Markus Katzer, Peter Hlinka und Carsten Jancker angesagt. Am Freitag ist der Fokus aber vorerst auf den Cup gerichtet. Beim Premierencup 1918/1919 haben die Wiener ihren ersten von bisher 14 Titeln gewonnen, der jüngste wurde 1995 geholt. "Wir wissen sehr viel über die Mannschaft, haben uns um den Gegner gekümmert, wie um jeden Bundesligisten. Es gilt, entschlossen hineinzugehen", forderte Trainer Goran Djuricin. Warnende Worte gab es von Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel. "Der Cup hat überall eigene Gesetze. Du spielst auf anderen Plätzen gegen übermotivierte Gegner. Ich bin aber überzeugt, dass die Spieler wissen, um was es geht."

Finale in Favoriten
Selbiges gilt für die Austria, die im Vorjahr im Achtelfinale ausgerechnet gegen Rapid ausgeschieden sind. In dieser Saison haben die Violetten einen Anreiz mehr, den Pokal nach Favoriten zu bringen. Denn dort, in der gerade erst erneuerten Generali Arena, findet ab 2019 für vier Jahre das Endspiel statt. Die Vergabe an einen fixen Finalort hat sich zuletzt neben der verstärkten Regionalisierung zu Beginn mit der Aussicht auf Lokalderbys und kürzerer Anreise bewährt und dem Cup neue Impulse gegeben. Es muss ja nicht immer Frankreich gegen Kroatien sein.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-19 17:20:04


Abseits

Die Zukunft lässt schon grüßen

Vergangenheit meets Zukunft - die jüngsten Fußballspiele haben ein Beispiel dafür geliefert: Bei Deutschlands 3:0 über Russland ließ Trainer Joachim... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Eine Legende wird 80
  2. Herren-Weltcup: In Levi geht’s nun wirklich los
  3. Deutschland steigt beim Zuschauen ab
  4. Shiffrin feierte 44. Weltcupsieg
  5. ÖSV-Quartett belegte dritten Platz in Wisla
Meistkommentiert
  1. Die Geschichte des Wuzzelns
  2. Beginn mit einem Remis
  3. Federer ließ Thiem keine Chance


Werbung