Graz/Nyon. Rapid Wien startet gegen Slovan Bratislava oder Balzan FC aus Malta in die Fußball-Europacup-Saison. Die Hütteldorfer tragen das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Fußball-Europa-League am 9. August zu Hause aus. Das Rückspiel steigt am 16. August. Der Gegner wird in einem Zweitrunden-Duell ermittelt. Das ergab die Auslosung am Montag in Nyon.

Auch Sturm Graz kennt seine nächsten Destinationen im Fußball-Europacup. Überwindet Österreichs Vizemeister die Hürde Ajax Amsterdam, würde in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League im Duell der Vizemeister Standard Lüttich warten. Scheidet die Vogel-Elf gegen Ajax aus, bekommt sie es in der 3. Europa-League-Quali-Runde mit Dundalk aus Irland oder AEK Larnaca aus Zypern zu tun.

Der Star bei Standard Lüttich ist der Trainer. Seit Juli diesen Jahres ist Michel Preud'homme, der Welttorhüter von 1994, wieder am Ruder. Bei der WM im selben Jahr war der Belgier zum besten Tormann gewählt worden. Bekanntestes aktuelles Spielergesicht ist ebenfalls ein Goalie: Guillermo Ochoa hütete bei der abgelaufenen WM in Russland erfolgreich das Tor der mexikanischen Nationalmannschaft.

Letztes Duell gegen österreichischen Klub 2013/14

Mit zehn Meistertiteln und zahlreichen europäischen Prestigeerfolgen - wie etwa eine Final-Teilnahme im Europacup der Cupsieger 1982 - gehört der "Royal Standard Club de Liege" zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes. In der Vorsaison rutschten die Rot-Weißen als Sechste des Grunddurchgangs gerade noch ins Meister-Play-off, wurden dort schlussendlich drei Punkte hinter dem FC Brügge Zweiter.

Zudem wurde die Mannschaft rund um ihren portugiesischen Toptorschützen Orlando Sa (zehn Tore) wie Sturm auch Cupsieger. Für Standard war es der achte nationale Cuptitel, den vierten hatten sie 1981 mit Ernst Happel als Trainer geholt.

Das bisher letzte Duell mit einem österreichischen Club gab es 2013/14 in der Europa-League-Gruppenphase gegen Red Bull Salzburg. Die von Roger Schmidt betreuten "Bullen" behielten zweimal die Oberhand (2:1/h, 3:1/a), 2010 waren sie unter Huub Stevens noch im EL-Sechzehntelfinale an den Belgiern gescheitert.

Larnaca wird härtere Nuss

Scheitert Sturm an Ajax, steigen die Steirer als gesetztes Team in die Europa-League-Quali um und treffen dort in der dritten Quali-Runde auf den Gewinner der Partie Dundalk gegen AEK Larnaca. Die Iren setzten sich in der ersten Runde gegen Levadia Tallinn (Estland) mit dem Gesamtscore von 3:1 durch.

Der härtere Gegner ist vermutlich aber Larnaca, das in den vergangenen beiden Jahren jeweils bis ins Europa-League-Play-off kam. Im Vorjahr scheiterten die Zyprer an Viktoria Pilsen (Gesamt 1:3), 2016/17 war nach einem 0:4 gegen Slovan Liberec Endstation. Im Kader der seit Juni vom früheren spanischen Teamspieler Andoni Iraola betreuten Mannschaft stehen an die 15 Legionäre - darunter gleich zehn Spanier.