Nyon/Wien. Es hätte auch schlimmer kommen können: Red Bull Salzburg hat für den ersten internationalen Auftritt der Saison eine lösbare Aufgabe bekommen. In der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League trifft Salzburg entweder auf dem mazedonischen Titelträger Shkendija Tetovo oder Sheriff Tiraspol aus Moldau. Das Hinspiel geht am 7. oder 8. August in Salzburg, das Rückspiel am 14. August auswärts über die Bühne.

Dass es sich um eine lösbare Aufgabe handelt, sahen auch die Vereinsverantwortlichen in einer ersten Reaktion so. "Ob es ein gutes Los ist, weiß man immer erst hinterher. Aber von der Papierform her hätte es schwierigere Lose gegeben. Dennoch muss man jedes Spiel erst spielen, im Fußball kann immer viel passieren", sagte Sportchef Christoph Freund. Und Trainer Marco Rose meinte: "Wir haben das Los so aufgenommen, wie wir jedes andere auch aufgenommen hätten. Wir fangen jetzt an, uns intensiver mit den Gegnern zu beschäftigen, und werden beide Duelle natürlich genau analysieren." Besonders vor dem 16-fachen Meister aus Moldau, Tiraspol, zeigten Trainer und Sportdirektor Respekt. Dieser sei "in Europa kein Unbekannter", so Rose. In der vergangenen Saison stand Tiraspol in der Gruppenphase der Europa League und scheiterte in einer Gruppe mit Lokomotive Moskau und dem FC Kopenhagen nur knapp am Aufstieg. Das einzige Duell mit einem österreichischen Verein gab es 2002 mit dem GAK in der Champions-League-Qualifikation. Die Grazer behielten damals klar mit 4:1 auswärts und 2:0 zu Hause die Oberhand.

Sturm Graz wiederum kennt seine nächsten Destinationen im Europacup bereits. Überwindet Österreichs Vizemeister die Hürde Ajax Amsterdam (Hinspiel am Mittwoch), würde in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League im Duell der Vizemeister Standard Lüttich warten. Scheidet die Vogel-Elf gegen Ajax aus, bekommt sie es in der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde mit Dundalk aus Irland oder Larnaca aus Zypern zu tun.

Der Star bei Lüttich ist jedenfalls der Coach. Seit Juli ist Michel Preud’homme, Welttorhüter von 1994, am Ruder. Bei der WM desselben Jahres war der Belgier zum besten Tormann gewählt worden. Bekanntestes aktuelles Spielergesicht ist ebenfalls ein Goalie: Guillermo Ochoa hütete bei der jüngsten WM erfolgreich das Tor der mexikanischen Nationalelf.

Mit zehn Meistertiteln und vielen europäischen Prestigeerfolgen - wie etwa eine Final-Teilnahme im Europacup der Cupsieger 1982 - gehört der "Royal Standard Club de Liege" zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes. In der Vorsaison rutschten die Rot-Weißen als Sechste des Grunddurchgangs gerade noch ins Meister-Play-off, wurden dort drei Punkte hinter Brügge Zweiter. Das bisher letzte Duell mit einem österreichischen Klub gab es 2013/14 in der Europa-League-Gruppenphase gegen Red Bull Salzburg. Die von Roger Schmidt betreuten Salzburger behielten zweimal die Oberhand, 2010 waren sie unter Huub Stevens noch im Sechzehntelfinale an den Belgiern gescheitert.

Rapid zieht es in die Slowakei


In der Europa League startet Rapid am 9. August mit einem Auswärtsspiel entweder gegen Slovan Bratislava oder gegen Balzan FC aus Malta in die Europacup-Saison. Gewissheit darüber, gegen welchen der beiden Vizemeister es geht, haben die Wiener erst am 2. August nach dem Zweitrunden-Rückspiel in der Slowakei.

Ob dann noch der Lask und die Admira dabei sein werden, ist ungewiss. Die Oberösterreicher würden im Falle des Weiterkommens in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Lilleström SK wohl auf Beşiktaş Istanbul treffen, da der Süper-Lig-Vierte der abgelaufenen Saison gegen Färöer-Vertreter Tórshavn haushoher Favorit ist. Die Admira bekäme es im Erfolgsfall gegen ZSKA Sofia voraussichtlich mit dem FC Kopenhagen, der in der zweiten Runde gegen Stjarnan aus Island spielt, zu tun. Spieltermine sind der 26. Juli und 2. August.