Stefan Hierländer und Co. kamen auch zu Hause gegen Ajax (mit Noussair Mazraoui, r.) zu Fall. - © apa/Scheriau
Stefan Hierländer und Co. kamen auch zu Hause gegen Ajax (mit Noussair Mazraoui, r.) zu Fall. - © apa/Scheriau

Graz. (rel) Mit einem 2:0-Vorsprung und entsprechend zuversichtlich war Ajax Amsterdam am Mittwoch in das Rückspiel der zweiten Qualifikations-Runde zur Champion League in Graz gegangen. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl", hatte daher auch Ajax-Trainer Erik ten Hag, der mit einer großen Schar aktiver Fans angereist war, gemeint. Aber auch zu bedenken gegeben: "Es kann eine heiße Sache werden." Allein wirklich heiß war im Merkur-Stadion nur die Luft. Und Sturm ist aus der Champions League draußen.

Die Steirer starteten wie angekündigt mutig und machten sich mit einem Schuss von Felipe Ferreira, der aber das Tor verfehlte, auf sich aufmerksam (2. Minute). Ajax aber hielt sofort dagegen, kombinierte sich über viele Stationen durch die Reihen der Gastgeber, wobei es in der fünften Minute - nach einer Aktion von Dario Maresic an Dušan Tadić - Elfmeteralarm gab. Dass Referee Bartosz Frankowski abwinkte, war ein Glück. Die Gäste ließen Sturm nur bis zur Mitte ran, dann wurde es dicht. Nur vereinzelt gelang ein Torschuss, etwa durch Emeka Eze (16.) oder Stefan Hierländer (25.).

Es half kein Herumreden: Ajax präsentierte sich auch an diesem Abend als bessere Elf. Dass Sturm nicht sofort in Rückstand geriet, hatte man Jörg Siebenhandl zu verdanken, als er Klaas Jan Huntelaar allein vorm Tor zu stoppen vermochte (27.). Die zweite Annäherung mit dem Holländer konnte der Torhüter nicht mehr entscheiden, der Ball landete ungehindert vor Huntelaar - und im Tor (39.).

Damit war die Sache gelaufen. Die Treffer zum 2:0 und 3:0 ließen nicht lang auf sich warten. Im ersten Fall war es Tadić, der bereits kurz nach Wiederanpfiff - im 16er kaum behelligt - das Leder in die Maschen schob (48.).

In Minute 77 legte für Graz erneut Huntelaar den Schlusspunkt dieser Champions-League-Qualifikation. Es ist ja nicht so, dass Sturm viel falsch, sondern viel schlecht gemacht hat. Daran ändert auch der Ehrentreffer in den Schlussminuten nichts. Ein Lob gibt es dennoch: Wäre Siebenhandl nicht gewesen, die Pleite hätte noch höher ausfallen können.