• vom 05.08.2018, 19:46 Uhr

Fußball

Update: 05.08.2018, 20:12 Uhr

Bundedsliga

WAC feiert Saisonsieg gegen die Austria




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Von WZ Online, APA

  • Hartberg verpatzt Heim-Premiere gegen die Admira und der LASK ist seit sechs Meisterschaftsspielen sieglos.

Michael Sollbauer schoss das Siegestor gegen  die Austria.

Michael Sollbauer schoss das Siegestor gegen  die Austria.© APAweb, GERT EGGENBERGER Michael Sollbauer schoss das Siegestor gegen  die Austria.© APAweb, GERT EGGENBERGER

Wien/Hartberg.  Die Neustarts-Euphorie bei Austria Wien hat den ersten echten Dämpfer erfahren. Die Mannschaft von Thomas Letsch musste sich am Sonntag in der zweiten Runde der Fußball-Bundesliga dem Wolfsberger AC auswärts 0:1 (0:0) geschlagen geben. Die Lavanttaler feierten damit ihren ersten Saisonsieg. Michael Sollbauer avancierte mit seinem Tor zum Matchwinner (72.)

Das Spiel fand mit einer halben Stunde Verspätung statt. Ein kurzer, dafür umso heftigerer, Regenguss setzte Teile des Spielfeldes unter Wasser. Schiedsrichter Oliver Drachta entschied sich nach einer erneuten Begutachtung schließlich doch noch, die Partie anzupfeifen. Unter Mithilfe der freiwilligen Feuerwehr wurde der Platz in der Lavanttal-Arena schließlich bespielbar gemacht.

Information

Ergebnisse und Tabelle Tipico-Bundesliga - 2. Runde =

~
Samstag, 04.08.2018
Rapid Wien - SCR Altach 1:1 (1:0)
SV Mattersburg - Red Bull Salzburg 0:2 (0:0)
Wacker Innsbruck - SK Sturm Graz 2:3 (0:1)
Sonntag, 05.08.2018
WAC - Austria Wien 1:0 (0:0)
LASK Linz - SKN St. Pölten 0:0
TSV Hartberg - FC Admira 0:1 (0:0)
~

Tabelle:

~
1. Red Bull Salzburg 2 2 0 0 5:1 4 6
2. SK Sturm Graz 2 2 0 0 6:4 2 6
3. Rapid Wien 2 1 1 0 4:1 3 4
4. SKN St. Pölten 2 1 1 0 4:3 1 4
5. WAC 2 1 0 1 4:4 0 3
6. Austria Wien 2 1 0 1 2:2 0 3
7. SV Mattersburg 2 1 0 1 3:4 -1 3
8. FC Admira 2 1 0 1 1:3 -2 3
9. SCR Altach 2 0 1 1 3:4 -1 1
10. LASK Linz 2 0 1 1 1:3 -2 1
11. Wacker Innsbruck 2 0 0 2 3:5 -2 0
12. TSV Hartberg 2 0 0 2 2:4 -2 0
~

Nächste Runde:

~
Samstag, 11.08.2018
TSV Hartberg - SV Mattersburg 17.00
SCR Altach - Wacker Innsbruck 17.00
Red Bull Salzburg - Austria Wien 17.00
Sonntag, 12.08.2018
SKN St. Pölten - SK Sturm Graz 17.00
Rapid Wien - WAC 17.00
FC Admira - LASK Linz 17.00

Damit blieb den Beteiligten ein Deja-vu aus der Vorsaison erspart. Damals musste das Spiel in der 34. Runde zur Halbzeit abgebrochen und wenige Tage später wiederholt werden, wobei damals auch der WAC die Oberhand behielt.

Wassermengen

Die Helfer hatten ganze Arbeit geleistet, dem Rasen waren die Wassermengen nicht anzumerken. Die 4.727 Zuseher bekamen gefälligen Fußball geboten. Die erste Chance fanden die Gäste, die ebenso wie der WAC mit der gleichen Formation wie in der ersten Runde aufliefen, durch Kevin Friesenbichler vor. Der Angreifer legte sich nach Vorlage von Dominik Prokop den Ball eine Spur zu weit vor und konnte ihn in weiterer Folge nicht mehr gefährlich auf das Tor von Alexander Kofler bringen (7.).

Danach blieben die Wiener nach Standards gefährlich. Zunächst verfehlte Prokop nach einer sehenswerten Variante das Tor knapp (11.). Vier Minuten später bewahrten innerhalb von wenigen Sekunden zunächst Kofler und dann die Stange die Kärntner vor einem Rückstand. Alexander Grünwald fehlte es bei beiden Schussversuchen an der nötigen Präzision. Zehn Minuten vor dem Gang in die Kabinen schoss Alon Turgeman nach schöner Ballannahme knapp über das Tor.

Die einzige Chance der Wolfsberger in der ersten Hälfte resultierte aus einem katastrophalen Fehler der Violetten. Florian Klein bediente mit einem missglückten Rückpass den frei stehenden Dever Orgill ideal. Der Jamaikaner scheiterte am Abwehrverbund zwischen Goalie Patrick Pentz und Igor (25.).

Seitenwechsel

Nach Seitenwechsel traute sich der WAC mehr zu. Marcel Ritzmaier verfehlte das Tor nach 54 Minuten knapp. Marc-Andre Schmerböck nutzte fünf Minuten später eine Unsicherheit in der Austria-Hintermannschaft nicht aus - er schoss aus guter Position weit drüber. Weitere zehn Minuten danach schoss Schmerböck genau auf Pentz.

Nach einer Stunde fand auch die Austria wieder zu einer gefährlichen Möglichkeit. Turgeman scheiterte in seiner letzten Aktion - er musste Venuto weichen - an Kofler, der mit einer Fußabwehr sein Tor rein hielt.

Treffen sollten dann schließlich die Kärntner. Sollbauer stieg nach dem ersten WAC-Eckball - getreten von WAC-Rückkehrer und Ex-Austrianer Michael Liendl - am höchsten und köpfelte den Ball via Innenstange ein. Klein und Igor machten dabei eine mehr als unglückliche Figur. Danach wirkte die Austria gebrochen, der WAC war dem zweiten Tor näher. Die beste Chance vergab Orgill in der Schlussphase, als er mit einem unwiderstehlichen Antritt an Igor vorbeizog, den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr aufs Tor brachte (89.).

Verpatzte Hartberger Heim-Premiere gegen Admira

Aufsteiger TSV Hartberg hat seine Heim-Premiere verpatzt. Die Steirer mussten sich der Admira am Sonntag in der zweiten Runde trotz engagierter Leistung mit 0:1 geschlagen geben. Stephan Zwierschitz sorgte mit einem traumhaften Freistoß (73.) für einen Befreiungsschlag der zuletzt kriselnden Südstädter. Hartberg muss hingegen weiter auf den ersten Oberhaus-Punkt warten.

Nach ihren Auftaktniederlagen starteten beide Mannschaften nervös in die Partie. Nach zehnminütigem Abtasten stellten die Admiraner Sinan Bakis (11.) und Wilhelm Vorsager (13.) mit ihren Schüssen Hartberg-Schlussmann Rene Swete vor erste Bewährungsproben.

Es blieb ein Strohfeuer, denn danach kam Hartberg auf. Salzburg-Leihgabe Youba Diarra gelang nach guter Einzelaktion nur der Torabschluss nicht (15.). Die Aufreger im Admira-Sechzehner mehrten sich: Schiedsrichter Manuel Schüttengruber ließ die Partie nach einem Kontakt von Admira-Verteidiger Jonathan Scherzer gegen Zakaria Sanogo weiterlaufen (22.).

Doppelchance

Wenig später sahen die 3.146 Zuschauer in der Profertil-Arena eine große Doppelchance der Heimischen: Sanogo schoss den wieder ins Admira-Tor zurückgekehrten Andreas Leitner aus kurzer Distanz an, den folgenden Kopfball Diarras klärte Scherzer auf der Linie (26.). Der Aufsteiger kontrollierte in dieser Phase die Partie, wurde kurz vor der Pause aber beinahe von einer Freistoßfinte überrascht: Patrick Schmidt schoss final aus schwierigem Winkel ins Außennetz (40.).

Beide Mannschaften duellierten sich auch nach Wiederbeginn mit offenem Visier. Swete drehte den Abschluss von Schmidt über die Latte. Hartbergs Mario Huber hatte den Schuss unangenehm für seinen Tormann abgefälscht (46.). Auf der Gegenseite musste sich Leitner nach einem Fernschuss von Florian Flecker (51.) bzw. einem Kopfball von Diarra (52.) gehörig strecken.

Sebastian Bauer ließ in der 61. Minute die Gäste-Führung aus: Nach einem verlängerten Eckball köpfelte der Verteidiger den Ball aus zwei Metern über das Tor. Als Hartberg-Kapitän Siegfried Rasswalder in der 66. Minute an der Strafraumgrenze abzog, hatten die Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, der Schuss ging jedoch nur an die Stange.

Präzisionsarbeit 

Noch bessere Präzisionsarbeit lieferte Zwierschitz ab. Der Verteidiger zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern aus halblinker Position unhaltbar für Swete via Lattenunterkante ins Kreuzeck (73.). Hartberg stemmte sich bis zuletzt gegen die Niederlage. Bauer fabrizierte mit einer verunglückten Klärungsaktion beinahe ein Eigentor (77.), Hartberg-Goalgetter Tadic verfehlte nach einer Sanogo-Flanke den Ball nur um eine Schuhspitze (81.).

Die steirische Schlussoffensive brachte aber nichts mehr ein. Die Admira jubelte nach saisonübergreifend sechs Niederlagen in Folge wieder über einen Sieg, den ersten in der Fremde seit 7. April (2:1 in Altach).

 LASK seit sechs Meisterschaftsspielen ohne Sieg

 Der LASK hat sich am Sonntag im Heimspiel gegen den SKN St. Pölten mit einem 0:0 begnügen müssen. Der Europacup-Starter hatte zwar über die gesamte Spielzeit ein deutliches Übergewicht, brachte den Ball aber nicht ins Tor - so etwa in der 60. Minute, als Maximilian Ullmann einen Elfmeter vergab.

Die erste Chance wurde bereits in der elften Minute vergeben: Thomas Goinginger setzte sich auf der rechten Seite durch, traf jedoch nur das Außennetz. In der 28. Minute wurde ein Schuss des LASK-Offensivmanns aus guter Position von Luan abgeblockt, wieder sieben Minuten später setzte Goiginger einen Freistoß über das Tor.

St. Pölten beschränkte sich zumeist auf die Defensive, wurde aber in der 17. Minute brandgefährlich. Nach einem weiten Pass tauchte plötzlich Rene Gartler allein vor dem Tor auf, der Ex-LASK-Goalgetter nahm jedoch den Ball nicht optimal mit und wurde in der Folge abgedrängt. Kurz vor der Pause ließ Pak Kwang-Ryong per Kopf eine gute Gelegenheit für die Niederösterreicher aus.

Trikotvergehen

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Linzer das tonangebende Team und kamen dem 1:0 in der 53. Minute neuerlich ganz nah. Nach Vorarbeit von Dominik Frieser scheiterte Peter Michorl jedoch an SKN-Schlussmann Christoph Riegler. Dessen Torsperre schien dann in der 60. Minute gebrochen: Manuel Haas leistete sich im Sechzehner ein Trikotvergehen gegen Yusuf Otubanjo, den dafür verhängten Elfer schoss Ullmann flach neben das Tor. Damit wurde gegen St. Pölten schon zum vierten Mal in Folge ein Strafstoß vergeben.

Davon unbeirrt drückte der LASK weiter auf den Siegestreffer, zwingende Möglichkeiten schauten allerdings nicht mehr heraus. Die Gäste klopften nach der Pause nur noch zweimal am gegnerischen Gehäuse an: Luca Meisl hätte LASK-Keeper Alexander Schlager mit einem direkten Freistoß von der Mittellinie beinahe überrascht, der Ball flog nur knapp über die Latte (70.). In der 87. Minute köpfelte der SKN-Verteidiger eine Freistoßflanke relativ knapp neben das Tor.

Am Ende gab es eine Punkteteilung, womit der Prügelknabe der vergangenen Spielzeit in der Bundesliga inklusive Relegation seit sieben Partien ungeschlagen ist. Der LASK wiederum wartet in der Meisterschaft saisonübergreifend schon seit sechs Spielen auf einen Sieg und schaffte im Oberhaus zum ersten Mal überhaupt gegen St. Pölten keinen vollen Erfolg.





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Dokument erstellt am 2018-08-05 19:47:05
Letzte Änderung am 2018-08-05 20:12:24


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