Nyon. Red Bull Salzburg steht in Fußball-Österreich für absolute Dominanz und spätestens seit dem Europa-League-Halbfinale im Mai auch für internationalen Erfolg. Nach wie vor schleppen die "Bullen" aber auch ihr "Champions-League-Trauma" mit sich: Alle bisherigen zehn Anläufe auf die Gruppenphase seit dem Red-Bull-Einstieg 2005 scheiterten vorzeitig.

Heuer lautet die erste, vermeintlich leichte Hürde in der dritten Qualirunde Shkendija Tetovo. Mazedoniens Meister gastiert am Mittwoch (19.00 Uhr/live Puls 4) in Salzburg, ein Sieg ist quasi Pflicht. Für Trainer Marco Rose ist es der zweite Versuch, an die gut gefüllten CL-Töpfe zu gelangen. Alleine das Startgeld in der Gruppenphase beträgt 15,25 Millionen Euro.

Im Vorjahr in dritter Runde gescheitert

Im Vorjahr scheiterte Rose als "Neuling" mit seiner Truppe in der 3. Runde an HNK Rijeka und erlitt damit das gleich Schicksal wie Giovanni Trapattoni, Huub Stevens, Roger Schmidt (alle je zweimal), Adi Hütter, Peter Zeidler und Oscar Garcia. Heuer kann Rose aber auf eine in großen Teilen unveränderte und 2017/18 auch höchst erfolgreiche Truppe setzen, die seine Spielidee verinnerlicht hat.

Sollte man Tetovo überwinden, trifft man im Play-off um den CL-Einzug entweder auf Roter Stern Belgrad oder den slowakischen Meister Spartak Trnava. Die Salzburger dürften als Europa-League-Halbfinalist der Vorsaison als Favoriten gelten. Den bisherigen Tiefpunkt der Quali-Historie hatte es für die Bullen im Sommer 2012 gegeben. Damals scheiterten sie schon in der zweiten Runde an F91 Düdelingen aus Luxemburg.