• vom 07.08.2018, 16:52 Uhr

Fußball

Update: 07.08.2018, 17:06 Uhr

Fußball

Der nächste Anlauf




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Fußball-Meister Salzburg startet gegen Shkendija Tetovo in die Champions-League-Qualifikation.



Salzburg. Zehn Mal wurde es probiert, zehn Mal ist nichts passiert: Mit einem vermeintlich einfachen Gegner startet Red Bull Salzburg am Mittwoch (19 Uhr/ Puls 4) zuhause den elften Anlauf auf die Gruppenphase der Champions League. Gegen Mazedoniens Meister Shkendija Tetovo ist der Europa-League-Halbfinalist der Vorsaison haushoher Favorit. Trainer Marco Rose brachte es auf den Punkt: "Egal, wie. Wir wollen weiterkommen."

Zahlreiche Fans und Beobachter sind sich einig: Salzburgs Chancen sind besser als je zuvor. Die Erwartungshaltung ist dementsprechend hoch. "Natürlich ist der Druck größer als in einem normalen Meisterschaftsspiel", sagte Innenverteidiger Andre Ramalho. Rose wiegelte ab. "Wir haben letzte Saison gesehen, wie viel Spaß es in Europa macht. Von da her ist der Druck nicht so groß", betonte der Deutsche, der die Situation nicht mit dem Vorjahr vergleichen wollte. Damals scheiterte der damals neue Coach mit seiner Mannschaft in der dritten Qualifikationsrunde an HNK Rijeka. "Das war eine völlig andere Konstellation", erklärte Rose.

Den aktuellen Gegner, der mit 35 Punkten Vorsprung auf Vardar Skopje Meister wurde, werde man keinesfalls unterschätzen. "Wenn man sie spielen lässt, werden sie gefährlich, lässt man sie allerdings nicht spielen, sind sie angreifbar, und man hat Möglichkeiten", erklärte Rose, dessen Elf am Dienstag kommender Woche in Skopje das Rückspiel bestreitet.

Es ist das erste Europacup-Duell zwischen einem Klub aus Österreich und Mazedonien. "Die Mannschaft gibt Räume her, verteidigt allerdings sehr leidenschaftlich. Wir werden aber ähnlich unangenehm sein, wir fühlen uns bereit und haben uns auch dafür genug Selbstvertrauen erarbeitet", stellte Rose klar.

Besondere Gefahr beim Team aus der Albaner-Hochburg Tetovo gehe von Stürmer Besart Ibraimi aus. Der 31-Jährige, der 2010 auch zwei Einsätze für Hertha BSC in der deutschen Bundesliga absolvierte, sei "bärenstark" und ein "cleveres Kerlchen", wie Rose bemerkte.

Im Europacup-Rhythmus

Dass man im Gegensatz zum Gegner bereits zwei nationale Meisterschaftsspiele in den Beinen hat, sei kein Vorteil. Schließlich habe Tetovo bereits vier Champions-League-Qualifikationspartien gegen The New Saints aus Wales (5:0, 0:4) und Sheriff Tiraspol aus der Republik Moldau (1:0, 0:0) in den Beinen. "Auch Shkendija ist im Rhythmus und hat sich am vergangenen Wochenende ausruhen können", meinte Rose nicht zuletzt im Hinblick auf die derzeit grassierende Hitzewelle.

Auf welches Personal er am Mittwoch setzt, bleibt abzuwarten. Sicher nicht dabei ist Amadou Haidara, der seine Sperre nach der gelb-roten Karte im Europa-League-Halbfinale gegen Olympique Marseille aus der Vorsaison mitschleppt. Auch Goalie Alexander Walke, der vor der Saison zum Europacup-Tormann auserkoren worden war, fehlt nach einem Muskelfaserriss im Hüftbereich. Außenverteidiger Stefan Lainer, der zuletzt beim 2:0 in Mattersburg mit einer Verkühlung fehlte, dürfte zurückkehren. "Es schaut gut aus", sagte Rose. Im Sturm könnte erstmals in der noch jungen Saison auch WM-Teilnehmer Hwang Hee-chan zum Einsatz kommen, er reist am Tag nach dem Spiel allerdings in seine Heimat, um an den Asien-Spielen teilnehmen zu können.

Ziel: Platz elf absichern

Für den österreichischen Klub-Fußball geht es indessen auch um die Verteidigung des fünften Platzes in der Fünfjahreswertung des Europaverbandes Uefa. Bisher haben die heimischen Vertreter dafür noch nicht viel getan. Sturm Graz und die bereits ausgeschiedene Admira gingen leer aus, einzig der Lask schrieb an. Gelegenheiten zu punkten, gibt es aber noch genug. Sturm macht in der Europa-League-Qualifikation weiter, neben Salzburg steigt auch Rapid erst diese Woche - mit dem Hochrisikospiel bei Slovan Bratislava am Donnerstag - ein. In der aktuellen, für die Europacup-Startplatzverteilung 2020/21 relevanten Wertung liegt Österreich derzeit weiterhin auf Rang elf. 25,450 Punkte hat Rot-Weiß-Rot auf dem Konto, die ersten Verfolger sind die 2017/18 schwächelnden Niederlande mit 24,733 Punkten und Dänemark mit 24,150. Etwas weiter dahinter lauern innerhalb von nur 0,2 Zählern die Schweiz, Tschechien, Griechenland und Kroatien. Erst der 18., Zypern, weist Respektabstand auf. Außer Reichweite für Österreich ist wohl Platz zehn: Auf die Türkei fehlen fast fünf Punkte. Am Saisonende bedeutet Platz zehn in der Uefa-Fünfjahreswertung einen Fixplatz im Hauptbewerb der Champions League 2020/21. Platz elf reicht zum Start in der Königsklasse, wenn sich der Champions-League-Sieger 2020 über die nationale Meisterschaft für die Eliteliga qualifiziert - was zuletzt immer der Fall war.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-07 17:02:25
Letzte Änderung am 2018-08-07 17:06:54


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Der Stern strahlt nicht mehr so hell
  2. Djokovic holte in Cincinnati historischen Turniersieg
  3. Rapids Berg- und Talfahrt ging weiter
  4. Davis Cup wird nach 118 Jahren völlig umgebaut
  5. Allegri mit Ronaldo-Debüt bei Juve-Sieg zufrieden
Meistkommentiert
  1. Teherans Horrorszenario

Werbung




Werbung