Wien. Fußball-Rekordmeister Rapid ist auch im zweiten Saison-Heimspiel in der Fußball-Bundesliga sieglos geblieben. Nach dem 1:1 gegen Altach vor einer Woche kamen die Hütteldorfer am Sonntag im Allianz Stadion gegen den WAC nur zu einem schmeichelhaften 0:0. Die Generalprobe vor dem wichtigen Europa-League-Qualifikations-Rückspiel gegen Slovan Bratislava brachte nicht den erhofften Befreiungsschlag.

Die Wiener lieferten vor 14.800 Zuschauern eine über weite Strecken enttäuschende Vorstellung ab, für die es von den Fans im Stadion immer wieder, vor allem aber nach Schlusspfiff, Pfiffe gab. Am Ende war der Punktgewinn, der fünfte im dritten Ligaspiel, das einzig wirklich Positive. Die Kärntner halten bei vier Zählern, sie blieben nach dem Heim-1:0 gegen die Austria auch gegen den zweiten Wiener Topclub unbesiegt und gingen nur aufgrund der fehlenden Effizienz nicht als Sieger vom Feld.

Nach Wunsch verliefen für Rapid vor der Pause auf dem völlig neu verlegten Rasen aber nur die ersten zehn Minuten. Da kam Veton Berisha nach schöner Aktion im Strafraum zum Abschluss, traf aber den Ball nicht richtig (7.). Sonst wartete man auf Rapid-Chancen vergebens. Die Hausherren wirkten nicht spritzig, leisteten sich viele Fehlpässe und das Spiel nach vorne funktionierte kaum. Zudem war die neu zusammengestellte Abwehr alles andere als sattelfest.

Die Kärntner strotzten vor Selbstvertrauen, waren bissiger und vor allem auch sehr mutig. Sie wollten sich mit dem Remis nicht begnügen. Rapid tat sich auch nach der Pause enorm schwer im Spiel nach vorne, der WAC hatte die besseren Momente.

LASK siegte in der Südstadt

Ein Last-Minute-Tor von Markus Wostry (91.) bescherte dem LASK einen 1:0-(0:0)-Erfolg bei Admira Wacker. Damit feierte die von Trainer Oliver Glasner stark umgekrempelte Truppe auch eine gelungene Generalprobe für das Europa-League-Rückspiel gegen Besiktas Istanbul am Donnerstag.

In der Tabelle kletterte der LASK mit nunmehr vier Punkten auf Rang sechs, die Admira ist mit drei Zählern Elfter. Für die Niederösterreicher, die für eine klare Leistungssteigerung nach der Pause nicht belohnt wurden, war es bereits die fünfte Niederlage im sechsten Saisonpflichtspiel.

St. Pölten neuer Zweiter

St. Pölten bleibt - abgesehen von Serienmeister Red Bull Salzburg - das Team der Stunde in der Fußball-Bundesliga. Das Team von Dietmar Kühbauer besiegte am Sonntag Vizemeister Sturm Graz in der heimischen NV-Arena dank Treffern von Daniel Luxbacher (12.) und Taxiarchis Fountas (86.) 2:0 (1:0). Damit bekleiden die Niederösterreicher nach drei Runden den zweiten Tabellenplatz.

St. Pölten gewann fünf der saisonübergreifend letzten sechs Bundesligapartien. Sturm musste bei der Generalprobe vor dem Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation in Larnaka, wo es ein 0:2 aus dem Hinspiel wettzumachen gilt, erstmals in dieser Meisterschaft Punkte abgeben. Das Team von Heiko Vogel liegt trotz der Niederlage auf Rang drei.