• vom 28.08.2018, 11:35 Uhr

Fußball

Update: 28.08.2018, 13:23 Uhr

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Wenig Rochaden im ÖFB-Team




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Von WZ Online, APA

  • Teamchef Foda entschied sich für Strebinger und Stankovic und gegen Siebenhandl.

Tormann Jörg Siebenhandl beim ÖFB-Training. Beim Länderspiel gegen Schweden ist er nicht Teil des Teamkaders.

Tormann Jörg Siebenhandl beim ÖFB-Training. Beim Länderspiel gegen Schweden ist er nicht Teil des Teamkaders.© APAweb / Robert Jäger Tormann Jörg Siebenhandl beim ÖFB-Training. Beim Länderspiel gegen Schweden ist er nicht Teil des Teamkaders.© APAweb / Robert Jäger

Wien. Im von Teamchef Franco Foda am Dienstag nominierten Kader der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft sind große Überraschungen ausgeblieben. Bei den Tormännern entschied sich der Deutsche für Richard Strebinger und Cican Stankovic und gegen Jörg Siebenhandl, in der Innenverteidigung erhielt Kevin Wimmer wieder eine Chance. Einziger verletzungsbedingter Ausfall ist Julian Baumgartlinger.

Ansonsten kann Foda am 6. September im Test gegen Schweden und am 11. September in der Nations League auswärts gegen Bosnien-Herzegowina aus dem Vollen schöpfen, wodurch der Coach einige schwierige Entscheidungen fällen musste. "Aber das ist das Schöne am Fußball, dass der Trainer die Qual der Wahl hat", sagte der 52-Jährige.

Der Verzicht auf Siebenhandl war ein Härtefall

Ein Härtefall war der Verzicht auf Siebenhandl, mit dem Foda am Montag ein längeres Gespräch führte. Die aktuellen Leistungen sprachen gegen den Sturm-Goalie und für Strebinger und Stankovic. "Strebinger hat in letzten Wochen überragend gehalten, auch Stankovic hat sehr souverän gewirkt", meinte Foda.

Neben Siebenhandl gab es im Vergleich zum jüngsten Lehrgang auch für Moritz Bauer, Marvin Potzmann, Kevin Danso, Thomas Murg und Deni Alar eine Rückversetzung auf die Abrufliste. Baumgartlinger bleibt ebenfalls nur die Rolle des Zuschauers - der Kapitän fällt wegen einer Knieverletzung noch wochenlang aus.

Die Abwesenheit des Mittelfeldmanns schmerzt Foda. "Uns ist nicht nur eine spielerische, sondern auch eine menschliche Qualität abhandengekommen. Er ist im Prinzip der verlängerte Arm des Trainers, hat die Mannschaft im Griff. Aber wir haben genug Spieler mit Qualität im Zentrum, jetzt müssen eben andere in diese Rolle reinwachsen und Verantwortung übernehmen."

Im Gegensatz zu Baumgartlinger meldete sich Marko Arnautovic fit, obwohl er am Samstag bei West Hams Niederlage gegen Arsenal wegen einer Blessur vorzeitig ausgetauscht worden war. "Er hat mir mitgeteilt, dass es kein Problem ist, und dass er davon ausgeht, schon am Wochenende wieder zu spielen", erzählte Foda.

Der England-Legionär gilt als Anwärter auf die Vertretung von Baumgartlinger als Kapitän. Diesbezüglich ließ sich Foda allerdings nicht in die Karten blicken. "Ich habe meine Vorstellung, werde das aber zuerst mit dem Mannschaftsrat besprechen", sagte Foda.

Wer im Tor stehen wird, bleibt offen

Ebenfalls offen ließ der Teamchef die Frage, wer in den anstehenden Länderspielen im Tor stehen wird. Die besten Chancen darf sich wohl Heinz Lindner ausrechnen. "Ich muss jetzt keine Nummer eins definieren", meinte Foda, ergänzte aber auch: "Im Fußball geht es um Leistung, und Lindner hat seine Sache in den letzten Spielen sehr gut gemacht."

Zum ersten Training bittet Foda am Montagabend im ÖFB-Teamcamp in Bad Waltersdorf, drei Tage später steigt in der Wiener Generali-Arena der Test gegen Schweden, für den bisher knapp 10.000 Tickets abgesetzt wurden. "Gegen einen WM-Viertelfinalisten zu spielen ist eine Herausforderung, doch ich habe immer betont, dass wir uns mit den Besten messen wollen", erklärte Foda.

Am 11. September erfolgt dann mit dem Spiel gegen Bosnien-Herzegowina in Zenica der Startschuss zur Nations League, in der auch Nordirland Gegner ist. "Es ist eine sehr interessante und ausgeglichene Gruppe. Beide spielen unterschiedlich - Bosnien versucht, mit kontinuierlichem Spielaufbau ins letzte Drittel zu kommen, Nordirland versucht es mit hohen Bällen. Ich habe schon eine klare Idee, wie wir gegen Schweden und Bosnien spielen wollen. Der Plan steht", meinte der ÖFB-Coach und betonte, dass die Nations League für ihn einen hohen Stellenwert habe. "Es geht um etwas, es gibt einen Wettbewerb, und darauf freuen wir uns."

Vorerst aber steht für Foda noch der Clubfußball im Mittelpunkt - und hier vor allem die Europacup-Auftritte von Salzburg und Rapid. "Wir drücken beiden die Daumen. Es wäre gut und wichtig für den österreichischen Fußball und auch für den Teamchef, wenn Salzburg in die Champions-League- und Rapid in die Europa-League-Gruppenphase kommt", erklärte Foda, der am Mittwoch in Wals-Siezenheim im Stadion sitzen wird.





Schlagwörter

Fußball, ÖFB, Jörg Siebenhandl

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Dokument erstellt am 2018-08-28 11:38:00
Letzte Änderung am 2018-08-28 13:23:44


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