• vom 07.09.2018, 16:09 Uhr

Fußball

Update: 07.09.2018, 16:33 Uhr

Fußball

Gute Basis für Bosnien




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Teamchef Franco Foda würdige die Leistung seiner Elf beim 2:0 über Schweden.

"Unser Sieg war verdient": Franco Foda (M.) war nach dem Sieg über Schweden zufrieden. - © apa

"Unser Sieg war verdient": Franco Foda (M.) war nach dem Sieg über Schweden zufrieden. © apa

Wien. Österreichs Fußball-Teamchef Franco Foda hat nach der erfolgreichen Nations-League-Generalprobe gegen Schweden ein positives Resümee gezogen. Der 2:0-Testspielsieg am Donnerstag in der Wiener Generali-Arena sei "insgesamt zufriedenstellend" gewesen, bilanzierte der Deutsche fünf Tage vor seinem ersten ÖFB-Pflichtspiel in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina am Dienstagabend (20.45 Uhr/ORFeins).

Allerdings hatte der 52-Jährige auch das eine oder andere auszusetzen. "Wir haben defensiv gut gearbeitet, vorne gibt es noch etwas Luft nach oben. Mit der ersten Hälfte war ich nicht hundertprozentig zufrieden", erklärte Foda. Vor der Pause stellte der Nationalcoach eine gewisse Linkslastigkeit fest - in dieser Phase liefen fast alle Angriffe über David Alaba und Marko Arnautovic. "Aber in der zweiten Hälfte war es ausgeglichen. Und ich habe damit auch kein Problem, so lange wir gewinnen."

Generell sei die Leistung in der zweiten Hälfte deutlich besser gewesen. "Da hatten wir noch mehrere Möglichkeiten. Unser Sieg war verdient", betonte Foda auch mit dem Hinweis, dass die Schweden keine wirklich zwingende Torchance herausgespielt hatten.

Der WM-Viertelfinalist war jedoch vier Tage vor seinem Nations-League-Heimspiel gegen die Türkei mit einer B-Truppe eingelaufen. "Aber wir dürfen nicht jedes Mal, wenn wir ein Spiel gewonnen haben, sagen, wir haben gegen eine B-Mannschaft gewonnen. Bei den Schweden haben alle eine Riesenqualität", erklärte Foda nach dem sechsten Sieg im siebenten Testspiel unter seiner Regentschaft.

"Alle engagiert aufgetreten"

Das trifft laut dem Teamchef auch auf die ÖFB-Auswahl zu. "Eigentlich ist es schade, dass ich nur sechs Mal wechseln konnte. Es tut mir im Herzen weh, wenn ich sehe, wie engagiert alle auftreten, dass ich sie nicht alle bringen kann." Aleksandar Dragovic, Marcel Sabitzer, Valentino Lazaro und Michael Gregoritsch kamen erst in der zweiten Hälfte auf den Platz, mit Florian Kainz, Louis Schaub und Kevin Wimmer wurden drei weitere Deutschland-Legionäre erst gar nicht eingesetzt.

Auf einen Tormannwechsel verzichtete Foda, um sechs neue Feldspieler auf den Rasen schicken zu können. Goalie Heinz Lindner dankte es mit zwei Glanzparaden bei Weitschüssen, verbrachte ansonsten aber einen ruhigen Abend.

Gegen die Bosnier dürfte auf den Grasshoppers-Schlussmann schon mehr Arbeit warten. "Sie haben andere Qualitäten, viel individuelle Klasse. Edin Džeko und Miralem Pjanić müssen wir unter Kontrolle halten", forderte Foda. "Ich gehe aber auch davon aus, dass es mehr Räume für uns geben wird."

Information

UEFA Nations League

Samstag
A2: Schweiz- Island 18 Uhr
A4: England - Spanien 20.45 Uhr
B3: Nordirland - Bosnien 20.45 Uhr
C2: Finnland - Ungarn 18 Uhr
Estland - Griechenland 20.45 Uhr
D2: Weißrussland - San Marion 18 Uhr
Luxemburg - Moldawien 20.45 Uhr

Sonntag
A1: Frankreich - Niederlande 20.45 Uhr
B1: Ukraine - Slowakei 15 Uhr
B4: Dänemark - Wales 18 Uhr
C3: Bulgarien - Norwegen 18 Uhr
Zypern - Slowenien 20.45 Uhr
D1: Georgien - Lettland 18 Uhr
D4: Mazedonien - Armenien 18 Uhr
Liechtenstein - Gibraltar20.45 Uhr

Der Coach reiste mit seiner Mannschaft unmittelbar nach dem Duell mit Schweden wieder zurück ins ÖFB-Camp nach Bad Waltersdorf. Im steirischen Thermenort wird bis inklusive Sonntag trainiert, ehe am Montag der Abflug nach Sarajevo erfolgt. Die Auswahl des Balkan-Staates hat zwei Tage weniger Pause, sie absolviert ihr Nations-League-Debüt am Samstag in Belfast gegen Nordirland. Als Fodas Spion wird der steirische Trainer Heimo Kump im Stadion sitzen.

Die Nordiren sind am 12. Oktober der Gegner im nächsten Heimspiel, das wieder im Happel-Stadion stattfindet. Der Abstecher in die Generali-Arena erwies sich als wenig erbaulich - nur 11.100 Zuschauer fanden den Weg ins runderneuerte Stadion am Verteilerkreis, wirkliche Länderspiel-Atmosphäre kam nicht auf. "Enttäuschend, die Mannschaft hätte viel mehr verdient. Wenn man erfolgreich sein will, dann müssen Publikum und Mannschaft miteinander funktionieren. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Heimspiel besser unterstützt werden", sagte Foda.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-07 16:18:02
Letzte Änderung am 2018-09-07 16:33:53


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Thiem holt sich Sieg in St. Petersburg
  2. Salzburg weiter makellos
  3. Grillitsch trifft, Ronaldo fliegt vom Platz
  4. Ein Schauspiel mit Nachspiel
  5. Thiem steht im St.-Petersburg-Finale
Meistkommentiert
  1. WTA fordert Gleichbehandlung von Frauen und Männern
  2. Kipchoge will den Weltrekord
  3. Salzburg gewann Spitzenspiel in St. Pölten

Werbung




Werbung