• vom 10.10.2018, 16:37 Uhr

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Arnie auf Rekordkurs




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  • Interimskapitän Marko Arnautovic feiert gegen Nordirland seinen 75er - und rügt die Medien.

- © reuters/Eddie Keogh

© reuters/Eddie Keogh

Bad Waltersdorf. Das von Edin Džeko im September spätnachts nach der ÖFB-Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina gepostete Foto mit Marko Arnautovic hat ziemlichen Wirbel ausgelöst - und bei Arnautovic für Verärgerung gesorgt. Der österreichische Teamspieler und Interimskapitän kritisierte am Mittwoch in Bad Waltersdorf diesen hochgepushten medialen Rummel und forderte mehr Respekt ein.

So sagte der West-Ham-Profi zu den anwesenden Journalisten: "Es wurde natürlich von euch zelebriert, als hätte ich um drei Uhr in der Nacht bummzu mit Džeko Party gemacht." Dem war aber nicht so, betonte der 29-Jährige. "Das Foto wurde nicht um drei Uhr gemacht. Und niemand hat das Recht, über mein Privatleben zu reden." Arnautovic betonte, er sei unmittelbar nach dem Match in Zenica von Teamchef Franco Foda freigestellt worden und habe diese Gelegenheit für ein Wiedersehen mit seinem Freund Džeko genützt. "Er hat mir sehr geholfen, als ich nach Manchester gekommen bin", erzählte der ÖFB-Internationale. Arnautovic wechselte 2013 zu Stoke City und wohnte damals bei Manchester, Džeko war in dieser Zeit bei Manchester City engagiert.


"Werde Herzog einholen"
Das Treffen in Sarajevo sei schon vor dem Spiel ausgemacht gewesen. "Ich hätte mich mit ihm auch getroffen, wenn wir gewonnen hätten. Wir hatten uns schon lange nicht mehr gesehen."

Zum Ärger über die Ereignisse der vergangenen Wochen gesellte sich beim Offensivspieler aber auch die Vorfreude auf sein 75.Länderspiel, das am Freitag - zehn Jahre und einen Tag nach seinem Debüt beim 1:1 auf den Färöern - im Happel-Stadion in der Nations League gegen Nordirland (20.45 Uhr/ORFeins) ansteht. Dann fehlen nur noch 28Partien auf Andreas Herzogs Rekordmarke, die Arnautovic laut eigenen Angaben auf jeden Fall erreichen wird. "Das tut mir leid für ihn", sagte er schmunzelnd. An der Fitness werde es jedenfalls nicht scheitern, Herzog einzuholen, beteuerte der zweifache Familienvater. "Ich fühle mich wie 20. Bei mir spielt es keine Rolle, wie alt ich bin. Ich spüre es nicht im Körper und in den Knochen und bin so fit, wie ich vor fünf, sechs, sieben Jahren war." Allerdings hat Arnautovic im Moment mit kleinen Wehwehchen zu kämpfen - so machte ihm zuletzt eine Viruserkrankung zu schaffen, außerdem schlägt er sich mit einer Blessur am linken Knie herum. "Ich habe gegen Bosnien einen Schlag aufs Knie bekommen, dadurch ist eine Entzündung bei einem Knochen entstanden. Man kann da nichts machen, es wird noch länger wehtun, Wochen oder Monate. Ich muss einfach warten, bis der Schmerz weggeht, aber im Match ist so viel Adrenalin, da spüre ich ihn nicht." Sein Einsatz gegen Nordirland sei nicht in Gefahr. "Ich bin bereit", versprach der Offensivmann. Am Freitag benötigt die ÖFB-Auswahl einen Arnautovic in Bestform, schließlich wartet ein harter Gegner. "Es wird kein leichtes Spiel. Die Nordiren probieren viel mit langen Bällen, aber wir müssen auf uns schauen und die drei Punkte bei uns zu Hause lassen. Wir müssen gewinnen und haben noch immer die Chance, Gruppenerster zu werden."




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Dokument erstellt am 2018-10-10 16:48:38


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