Wien. (apa) Thomas Letsch hofft in seinem 25. Ligaspiel als Trainer der Austria auf ein Déjà-vu. Seine Amtszeit bei den Wienern startete der Deutsche mit einem Heimerfolg über den WAC. Einen Sieg gegen die Kärntner peilen die Violetten auch acht Monate später an. Für die Wolfsberger spricht vor dem Antreten in der Generali Arena am Sonntag (14.30 Uhr) jedoch, dass sie die jüngsten Duelle gewonnen haben. So ging die Austria nicht nur in dieser Saison im Lavanttal als Verlierer (0:1) vom Platz, sondern auch im abschließenden Vergleich der Vorsaison. "Wir wissen, was auf uns zukommt. Der WAC ist eine Mannschaft, die zurecht gleich viele Punkte hat wie wir", betonte Letsch. In der vergangenen Runde ließen die Kärntner seine Mannschaft dank der besseren Tordifferenz hinter sich. Die Austria will Rang vier nun zurückerobern. Christian Ilzer wollte der Tabelle nicht zu viel Bedeutung zuweisen. "Man darf sich nicht blenden lassen. Die Austria ist eine Topmannschaft", merkte der WAC-Coach an. Sein Team reise dennoch nicht nach Wien, um kampflos die Punkte abzuliefern. "Uns ist bewusst, dass wir eine gute Leistung brauchen. Aber die trauen wir uns zu."

In Wien hat der WAC gegen die Austria seit einem 2:0 Anfang Oktober 2014 in sieben Spielen nicht mehr gewonnen. Vier Niederlagen setzte es bei drei Unentschieden. Das 2:0 am 3. März war das erste Spiel der Favoritner unter Letsch. Zehn Siege, vier Remis und zehn Niederlagen lautet die nunmehrige Bundesliga-Bilanz unter dem Schwaben. In den jüngsten fünf Runden gelang der Austria nur ein voller Erfolg - bei zwei geschossenen Toren. Aktuell hat nur Schlusslicht Admira (9) weniger Tore als die Veilchen (11) erzielt. Zumindest im Achtelfinale des ÖFB-Cups gegen Zweitligist FAC trafen die Austrianer dreimal. Der zweifache Cup-Torschütze Christoph Monschein dürfte auch am Sonntag in der Startelf stehen. "Ich will nicht zuviel verraten, aber das hat er nicht schlecht gemacht", sagte Letsch. Kevin Friesenbichler könnte neben dem Sturmkollegen beginnen. Von den Verletzten kommt keiner retour. Man wolle an den Cup-Auftritt anschließen, jedoch auch über 90 Minuten kompakter agieren, merkte Letsch an.

Rapid hofft auf Aufwärtstrend


Für den WAC geht es indessen auch um Wiedergutmachung nach dem Cup-Ausscheiden gegen Rapid. Die Grün-Weißen hatten sich mit 3:0 durchgesetzt und wollen den Aufwärtstrend nun mitnehmen. "Es liegt in unserer Hand, dass wir eine Serie starten", erklärte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer vor dem Gastspiel am Sonntag (17 Uhr) beim SCR Altach. Mit dem ersten Sieg in Altach seit 10. Mai 2015 (3:1) hätten die Hütteldorfer gute Chancen, sich in die Top Sechs der Tabelle - und damit über den ominösen Strich, der zwischen Meister- und Qualifikationsgruppe entscheidet - vorzuarbeiten. Nach dem schwarzen Doppel (0:3 gegen Hartberg, 0:5 gegen Villarreal) scheint sich Rapid gefangen zu haben. Vor allem der klare Cupsieg in Wolfsberg, wo sich die Wiener davor oft sehr schwergetan hatten, gibt Selbstvertrauen. "Das soll uns Auftrieb für die nächsten Spiele geben. Ich bin guter Dinge, ohne dass ich etwas durch die rosarote Brille sehe. Wir waren hinten stabil und haben vorne getroffen", meinte Kühbauer.

tipico-Bundesliga, 13. Runde

Samstag:
Sturm - Innsbruck17.00 Uhr
Admira - Hartberg17.00 Uhr
St. Pölten - Linzer ASK17.00 Uhr

Sonntag:
Salzburg - Mattersburg14.30 Uhr
Austria - WAC14.30 Uhr
Altach - Rapid17.00 Uhr