Salzburg. Red Bull Salzburg hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga weiter ausgebaut. Der Titelverteidiger setzte sich am Sonntag zu Hause gegen den SV Mattersburg in einem am Ende hochspannenden Duell mit 2:1 (0:0) durch. Für den 11. Sieg im 13. Spiel sorgte Hannes Wolf erst in der 92. Minute. Die Salzburger liegen nun mit 35 Punkten bereits zwölf Zähler vor Verfolger LASK.

Jerome Onguene brachte die drückend überlegenen Hausherren mit einem sehenswerten Volleytreffer in der 69. Minute in Führung. Nach dem späten Ausgleich durch Marko Kvasina (87.) bewahrte der zuvor mehrmals im Abschluss glücklose Wolf sein Team noch vor einem Punkteverlust und dem dritten Remis in der Liga in Folge nach jenen gegen Wacker Innsbruck und den LASK.

Tolle Kombinationen der "Bullen"

Der Mannschaft von Trainer Marco Rose glückte also gerade noch die Europa-League-Generalprobe. Am Donnerstag in Trondheim haben die Salzburger im Duell mit Rosenborg die Chance, schon nach dem vierten Gruppenspiel den Aufstieg ins Sechzehntelfinale zu fixieren. Davor gab es im 23. Pflichtspiel den 19. Sieg und damit in der laufenden Saison weiterhin keine Niederlage.

In einer sehr intensiven, schnellen Partie hatten die Gastgeber vor 8.652 Zuschauern erwartungsgemäß deutlich mehr vom Spiel. Die "Bullen" zeigten auch immer wieder tolle Kombinationen, einziges Manko war aber die Qualität des Abschlusses. Schon in der 8. Minute fand Wolf die erste Topchance vor, setzte den Ball nach Lainer-Stanglpass aber knapp neben das Tor.

Sonst rückte Mattersburgs Tormann Markus Kuster in den Vordergrund. Der 24-Jährige hielt einen Ulmer-Schuss (20.), fischte einen Ramalho-Weitschuss aus dem Kreuzeck (24.) und war bei einem Abschluss von Munas Dabbur mit einer Fußabwehr zur Stelle (28.). Eine Minute später konnte Thorsten Mahrer in höchster Not in den Corner klären.

Salzburg drückt auf Führung

Bei weiteren Chancen von Xaver Schlager, dessen Direktabnahme vom Fünfer nach Dabbur-Schlenzer zu schwach ausfiel (31.), und Takumi Minamino bewahrte neuerlich Kuster sein Team vor einem Rückstand. Die Burgenländer kamen nur einmal aus einem Konter gefährlich vor das Tor, ein Linksschuss aus 20 Metern des erstmals in der Mattersburg-Startformation aufscheinenden Phillip Prosenik ging daneben (34.).