• vom 13.06.2018, 17:10 Uhr

Fußball-WM 2018

Update: 13.06.2018, 17:38 Uhr

Fußball-WM

Ein Kontinent lädt zur WM




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Die WM 2026 findet in Kanada, Mexiko und den USA statt. Mit 48 Nationen und 80 Spielen.

Fußball-WM 2016 in Nordamerika

Fußball-WM 2016 in Nordamerika© APA Fußball-WM 2016 in Nordamerika© APA

Moskau. Die Entscheidung fiel Donnerstagmittag um 12.55 Uhr MESZ. Und sie bringt für die weltweit größte Fußballveranstaltung ein bedeutendes Novum: Erstmals wird 2026 eine Weltmeisterschaft in drei Ländern stattfinden, der Fifa-Kongress in Moskau vergab die übernächsten Titelkämpfe an die Kandidatur "United" der USA, Kanada und Mexiko, die sich in der Kampfabstimmung gegen Marokko durchsetzte. Die Wahl fiel wenig überraschend auf das Projekt der drei amerikanischen Nationen - und dieses setzte sich mit 134:65 Stimmen klar durch.

Doch damit nicht genug. 2026 wird die WM-Endrunde auch erstmals mit insgesamt 48 Nationen ausgetragen. Das Staatentrio hatte mit Einnahmen von mehr als 14 Milliarden Dollar (11,88 Milliarden Euro) geworben, elf (9,33 Milliarden Euro) davon würden auf die Fifa und die einzelnen Verbände entfallen. Erfahrung mit dem Scheffeln von Geld haben schon bisher die USA, WM-Ausrichter 1994, sowie Mexiko gesammelt. Für die Lateinamerikaner ist es sogar bereits die dritte WM nach 1970 und 1986, Kanada kommt überhaupt erstmals zum Zug. Der Schlüssel, wie die Spiele (und die Millionen) verteilt werden, ist indes vorgegeben: Vorgesehen ist, dass 60 Partien in den USA ausgetragen werden, je zehn in den beiden anderen Ländern.


Das Nachsehen hatte am Donnerstag Marokko. Das nordafrikanische Königreich scheiterte heuer mit seiner fünften Bewerbung, womit vorerst Südafrika 2010 der einzige afrikanische WM-Ausrichter bleibt. Daran, dass es so kam, hatte auch der heimische Fußballbund Anteil - und stimmte für Amerika. Die Begründung des ÖFB klang dann so: "In persönlichen Gesprächen mit den Bewerbern habe ich mich davon überzeugen können, dass beide Kandidaten geeignet gewesen wären, dieses Großereignis zu veranstalten. Im von der Fifa durchgeführten Evaluierungsprozess wurden viele Faktoren - nicht nur die monetären - bewertet. Aus dieser Bewertung ist die gemeinsame Kandidatur von Kanada, Mexiko und den USA als eindeutiger Sieger hervorgegangen", sagte Präsident Leo Windtner in seiner Begründung für das Stimmverhalten des Verbandes. Dabei war die Tatsache, dass der ÖFB-Boss überhaupt mitstimmen konnte, ein weiteres Novum. Nach den Skandalen um die WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar stimmte nämlich nicht mehr die Fifa-Exekutive, sondern die Versammlung aller Mitgliedsverbände über den WM-Ausrichter ab. Dabei konnte das Amerika-Trio bei den Delegierten vor allem mit finanziellen Versprechungen punkten. Hinzu kommt, dass in USA, Kanada und Mexiko bereits alle Stadion vorhanden sind. In dem nordafrikanischen Königreich hätten neun Arenen komplett neu errichtet werden müssen. Unter anderem deshalb hatte Marokko in einem Fifa-Prüfbericht die deutlich schlechteren Noten erhalten.

Donald Trump drohte Wählern
Für Unsicherheit bei den Veranstaltern hatte nur Donald Trump gesorgt, nachdem sich der US-Präsident mit einer offenen Drohung in den Wahlkampf eingemischt hatte: Die USA könnten einem anderen Land die Unterstützung bei der UNO entziehen, wenn dieses für Marokko stimmt, verlautbarte er via Twitter. Dementsprechend erfreut reagierte Trump am Donnerstag: "Gratulation - ein großes Ergebnis harter Arbeit."

Auf die Amerikaner wartet damit eine Herausforderung, stehen doch bei der WM in acht Jahren gleich 80 statt derzeit 64 Spiele auf dem Programm. Die 48 Teams werden in 16 Gruppen eingeteilt, insgesamt 32 Mannschaften erreichen die erste K.o.-Runde. Das Finale soll im MetLife Stadium von New Jersey stattfinden, wo die American-Football-Teams New York Giants and New York Jets ihre NFL-Heimspiele austragen.




Schlagwörter

Fußball-WM, WM 2026, Vergabe, USA

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-13 17:16:32
Letzte Änderung am 2018-06-13 17:38:06



Werbung



WM-Tagesprogramm


Abseits

Rapid gegen den Rest des Landes

Man kann Didi Kühbauer für die neue Aufgabe bei seinem Herzensklub Rapid nur alles Gute und in absehbarer Zeit einen Titel wünschen - andernfalls wird... weiter







Werbung