• vom 09.07.2018, 17:35 Uhr

Fußball-WM 2018

Update: 10.07.2018, 15:02 Uhr

Fußball-WM

Mit Einigkeit ins WM-Finale




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  • Belgiens rote Teufel wollen am Dienstag mit einem Sieg über Frankreich erstmals den ganz großen Coup landen.

Belgische und französische Fans fiebern in einem Café an der Grenze zwischen beiden Ländern mit.

Belgische und französische Fans fiebern in einem Café an der Grenze zwischen beiden Ländern mit.© APAweb, afp, Francois Lo Presti Belgische und französische Fans fiebern in einem Café an der Grenze zwischen beiden Ländern mit.© APAweb, afp, Francois Lo Presti

St. Petersburg. (rel/apa) Was haben König Philippe und die belgische Nationalmannschaft gemeinsam? Sie sind die einzigen Institutionen des zwischen Flamen und Wallonen sprachlich wie politisch gespaltenen Königreiches, die das Land bis heute zusammengehalten haben. Heißt es. Dass die Behauptung zumindest mit Blick auf die jüngst ins WM-Halbfinale eingezogenen Diables Rouges beziehungsweise Rode Duivels zutrifft, davon konnte man sich zuletzt in den Public-Viewing-Zonen und Bierpubs von Antwerpen bis Zeebrugge überzeugen. Ob Wallone oder Flame, ob Sozialist oder Nationalist, ob Fußball-Ultra oder Verächter - als Belgien am vergangenen Freitag im Viertelfinale Top-Favorit Brasilien aus dem Turnier warf, gab es für die sonst besonnen Blegier kein Halten mehr. Und man konnte den Eindruck gewinnen, dass der nationale Wahlspruch "Einigkeit macht stark" - den übrigens auch der niederländische Klub PSV Eindhoven führt - seine Gültigkeit doch noch nicht ganz verloren hat.

Umso mehr als im kommenden Halbfinale am Dienstag in St. Petersburg (20 Uhr) ein ganz besonderer Gegner wartet. 73 Mal trafen Frankreich und Belgien bisher im "Derby" aufeinander, wobei die Franzosen diesmal leicht favorisiert ins Match gehen. Aber mehr schon nicht. Immerhin haben die roten Teufel nicht nur Brasiliens Neymar und Co. eliminiert, sondern auch als einzige Mannschaft in Russland alle ihre bisherigen fünf WM-Auftritte - sowie auch alle 19 Partien davor - gewonnen und noch dazu mit 14 Treffern die meisten Tore bei dieser WM erzielt. Die Franzosen zollten im Vorfeld Respekt, zeigten sich aber optimistisch.

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100713grafik_2© M. Hirsch 100713grafik_2© M. Hirsch

"Wir haben bereits den besten Spieler der Welt eliminiert, er hat den Ball kaum berührt", erinnerte etwa Außenverteidiger Lucas Hernández an das gewonnene Achtelfinale gegen Lionel Messis Argentinier. Antoine Griezmann wiederum meinte, die Équipe könne befreit aufspielen. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren sei der Druck höher gewesen, betonte Frankreichs Stürmerstar. Damals scheiterten die Franzosen im Finale an Portugal. Griezmanns Rezept lautet daher: "Wir müssen hinten kompakt stehen und die wenigen Möglichkeiten vorne nutzen. Wir müssen unser Tempo diktieren." Bei den Erfolgen im Achtel- und dann im Viertelfinale gelang den Blauen dies vortrefflich. Weswegen auch in der Heimat die Zuversicht, dass die Elf von Coach Didier Deschamps 20 Jahre nach dem Gewinn des Pokals im eigenen Land den zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte einfahren kann, groß ist. Die ersten Parallelen werden jedenfalls schon gezogen. Etwa, dass Mittelstürmer Olivier Giroud so wie Stéphane Guivarc’h 1998 noch nicht getroffen hat. "Wenn ich nicht treffe, und wir werden Weltmeister, wäre mir das auch recht", sagte Giroud dazu. Für Tore waren mit Jungstar Kylian Mbappé und Griezmann bisher andere zuständig.

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Fußball-WM, Belgien, Frankreich

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-09 17:40:59
Letzte Änderung am 2018-07-10 15:02:59



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