Gastein. Seit sieben Jahren wartet Benjamin Karl auf einen Sieg in einem Weltcup-Parallel-Slalom. Schon am Dienstag im Heimrennen in Bad Gastein (18.45 Uhr) will Österreichs Snowboard-Ass zeigen, dass mit ihm auch in dieser Disziplin wieder zu rechnen sein wird.

16 Weltcuprennen hat Karl in seiner Karriere gewonnen, fünf im Parallel-Slalom - zuletzt im Dezember 2011. Sein jüngster Sieg im Parallel-Riesentorlauf indessen erfolgte erst vor nicht einmal einem Jahr. "Ich war nach 2011 schon noch ein paarmal Zweiter und Dritter im Slalom, aber tatsächlich habe ich mich das letzte Mal 2011 auf einem Slalom-Brettl so wohlgefühlt wie jetzt", sagt Karl zur Austria Presse Agentur.

Im Parallel-Riesentorlauf lief es in diesem Winter mit Platz zwei in Carezza und drei in Cortina d’Ampezzo nach Wunsch. Danach machte sich der Niederösterreicher in Hinblick auf die nächsten Rennen aber ernsthaft Gedanken um seine Slalom-Form. "Ich bin leicht nervös gewesen, weil wenig funktioniert hat. Ich war im Training sehr weit hinten. Ich musste beim Material was machen und habe mehr oder weniger in letzter Minute ein Brettl bekommen, mit dem ich sehr schnell bin." Er habe intern viel mit seinem Teamkollegen Lukas Mathies herumprobiert und sich dessen Brett der Marke Kessler auf sich abgestimmt nachbauen lassen. "Ich habe echt eine Freude damit." Anders wäre Bad Gastein für ihn eine "Wundertüte" geworden, so aber schaue es gut aus. Ein Fragezeichen steht freilich hinter den Pistenbedingungen. "Ich habe auf perfekten Kunstschneebedingungen trainiert. Wir wissen, dass es in Gastein ganz anders ausschauen wird, lassen wir uns überraschen. In Gastein haben wir oft ein Wetter-Wirrwarr. Ich bin kein Wandlspezialist, aber wir müssen es nehmen, wie es kommt", sagt der 33-Jährige, der sich besonders auf die Stimmung vor Heimpublikum und unter Flutlicht freut. "Das ist immer cool und spektakulär."