Salzburg. Österreichs Daviscup-Team ist am Freitag in der Qualifikationsrunde der Weltgruppe gegen Chile mit 0:1 in Rückstand geraten. ÖTV-Debütant Jurij Rodionov bot in der Salzburg-Arena vor über 4000 Zuschauern gegen die chilenische Nummer eins, Nicolas Jarry, eine sehr gute Leistung, doch der 19-jährige Niederösterreicher musste sich der Nummer 41 der Welt nach 91 Minuten mit 5:7, 5:7 geschlagen geben. Der krasse Außenseiter aus Österreich hielt gegen den etablierten Top-50-Spieler Jarry in den 1:31 Stunden Spielzeit über weite Strecken gut mit und lässt mehrmals sein Potenzial aufblitzen.

Zwei verpatzte Service-Games jeweils beim Stand von 5:5 ließen den erhofften Traum von einer Überraschung jedoch bald platzen. Bei Aufschlag des 1,98 Meter großen Jarry konnte sich Rodionov allerdings auch keinen einzigen Breakball erarbeiten. "Ich war sehr gut vorbereitet auf diese Partie und habe sehr konzentriert gespielt. Er hat am Ende der beiden Sätzen jeweils etwas Nerven gezeigt", meinte der Südamerikaner beim Platz-Interview.

Im Anschluss traf die Nummer eins der Gastgeber, Dennis Novak, auf die Nummer zwei der Chilenen, Christian Garin (nach Redaktionsschluss). Die Begegnung zwischen Österreich und Chile wird am Samstag (13 Uhr) mit einem Doppel und mit zwei Einzeln entschieden. Der Sieger steht im Finalturnier vom 18. bis 24. November in Madrid, der Verlierer muss im September gegen den Abstieg spielen.

"Es ist eine Ehre"

Für den 19-jährigen Rodionov war es der erste Einsatz in einem Daviscup. Der Sohn weißrussischer Eltern wurde in Nürnberg geboren, lebt aber seit seiner frühen Kindheit in Österreich. "Natürlich ist es überwältigend. Als 19-Jähriger das erste Mal Davis Cup spielen zu dürfen, ist eine Ehre, das können nicht viele sagen", hatte Rodionov nach der Auslosung am Donnerstag gemeint. "Das Einzige, was ich jetzt machen kann, ist auf den Platz zu gehen, 110 Prozent zu geben", versprach er mit Blick auf das Samstagspiel.