Rom. Wie erwartet ist Aleksander Ceferin als Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa) bestätigt worden. Der 51-jährige Slowene wurde beim Uefa-Kongress am Donnerstag in Rom per Akklamation für vier Jahre im Amt bestätigt. Ceferin führt den Kontinentalverband seit September 2016, als er sich in einer Kampfabstimmung gegen den Niederländer Michael van Praag durchgesetzt hatte. Dieses Mal gab es keinen Gegenkandidaten.

Anlass für Konflikt gibt es dennoch - etwa mit dem Weltverband Fifa. So stehen die Uefa und die europäischen Großklubs den Plänen von Fifa-Boss Gianni Infantino zur Einführung einer aufgeblähten Klub-WM sowie einer globalen Nations League kritisch gegenüber. In Rom schlugen sowohl Infantino in seiner Ansprache als auch Ceferin in seiner Dankesrede vorerst versöhnliche Töne an. "Der Fußball ist global und verdient es, global entwickelt zu werden. Dafür müssen wir zusammenarbeiten, miteinander reden und diskutieren. So sehe ich uns alle auf dem Weg nach vorne", betonte Infantino. Auf diesem Weg will Ceferin mit seiner Uefa "eine Quelle konstruktiver Ideen sein und nicht eine Quelle der Opposition", wie der Slowene sagte. "Wir sind bereit, mit der Fifa zusammenzuarbeiten, damit Fußball der Sport Nummer 1 bleibt."

Weiters bekräftigte Ceferin, die WM 2030 wieder nach Europa holen zu wollen. Hier haben bereits die Verbände von England, Schottland, Wales, Nordirland sowie Irland ihr Interesse angemeldet. Einen Bewerbungsplan gibt es auch von Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien.

Nasser al-Khelaifi gewählt

Sich um einen Sitz im Uefa-Exekutivkomitee beworben hatte sich in Rom wiederum Nasser al-Khelaifi, Präsident von Paris Saint-Germain. Der Katarer, der ab nun mit Andrea Agnelli (Juventus Turin) die European Club Association vertritt, erhielt am Donnerstag die Zustimmung der Delegierten. Allerdings ist die Wahl al-Khelaifis umstritten, da PSG zuletzt wieder einmal gegen die Regeln des Financial Fairplay verstoßen hat. Ein Uefa-Verfahren ist weiter anhängig. Zudem hält al-Khelaifi die Rechte an der Champions League im arabischen Raum.