Los Angeles. Eine Niederlage machte ihn weltberühmt - auch außerhalb des Oktagons, in dem Conor McGregor ohnehin schon Jahre zuvor ein Star war. Zu globalem Ruhm außerhalb der Mixed-Martial-Arts-Szene sowie einer Börse von kolportiert rund 100 Millionen Dollar aber hatte ihm im August 2017 der Kampf gegen den vielfachen Box-Weltmeister Floyd Mayweather im August verholfen. McGregor verlor das ungleiche Duell nach Boxregeln, strich das Geld ein, das ihn für das darauffolgende Jahr zum viertbestbezahlten Sportler der Welt machte, und wandte sich wieder seinem angestammten Terrain zu. Doch auch damit soll es nun vorbei sein, zumindest wenn man der überraschenden Ankündigung des 30-jährigen Iren von Dienstagfrüh Glauben schenkt.

"Hey, Leute, schnelle Ankündigung: Ich habe mich entschieden, heute vom Sport, der sich ,Mixed Martial Arts‘ nannte, zurückzutreten. Ich wünsche allen meinen alten Kollegen alles Gute in dem Wettbewerb. Ich schließe mich nun meinen ehemaligen Partnern an, die sich schon im Ruhestand befinden", schrieb McGregor auf Twitter. "Die Piña Coladas gehen auf mich."

Viele Kontroversen

Angesichts dieser launigen Botschaft, früher erfolgten Rücktritten vom Rücktritt sowie eines erst kürzlich ausgebrochenen Zwists mit der Dachorganisation Ultimate Fighting Championship (UFC) über die Vermarktungsrechte scheint es allerdings gut möglich, dass McGregor selbst gerade gemütlich an einem Getränk schlürfte, während er sich durch die Reaktionen im Internet scrollte und sich die geschäftstüchtigen Hände rieb. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass sich (Kampf-)Sportler durch finanzielle Argumente noch einmal umstimmen lassen. McGregor selbst hatte vor wenigen Tagen noch gemeint, er fühle sich fit für einen nächsten Kampf. Ebenso im Raum steht ein weiteres Treffen mit Mayweather.

Zuletzt hatte der Ire allerdings vor allem abseits des Sports für Schlagzeilen gesorgt. Erst vor zwei Wochen wurde er in Miami vorübergehend festgenommen, nachdem er einem Fan das Handy aus der Hand geschlagen und dieses zerstört hatte. Im Herbst davor hatte ein Kampf gegen den Russen Khabib Nurmagomedow in Las Vegas mit einer Massenschlägerei zwischen beiden Lagern geendet.

Mit seiner Ankündigung vom Dienstag ist McGregor nun abermals in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Das letzte Kapitel seiner bewegten Karriere muss damit aber noch nicht geschrieben sein.