Wien/Klagenfurt. Nach dem 2:0-Triumph am Ostermontag bei den Vienna Capitals hat Eishockey-Rekordmeister KAC nun alle Trümpfe in der Hand. Die Klagenfurter wollen am Mittwoch (20.20 Uhr/ ServusTV und Sky) den Heimvorteil nutzen und die Best-of-Seven-Finalserie im sechsten Spiel entscheiden. Es wäre der insgesamt 31. Titel für die Klagenfurter, der erste seit 2013. Dass es dazu kam, daran hatte KAC-Goalie Lars Haugen - mit seinem bereits vierten Shutout im Play-off - sehr großen Anteil. "Ich erwarte ein schweres Spiel, aber wir spielen zu Hause gut, und hoffentlich müssen wir nicht nach Wien zurückkommen", sagte er. Martialischer formulierte es wiederum KAC-Chefcoach Petri Matikainen: "Wir spielen, bis wir sterben." Der Finne war mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden, betonte aber, dass noch nichts gewonnen sei. Ein etwaiges Entscheidungsmatch ist für Samstag (17 Uhr) in Wien anberaumt.

Capitals: "Müssen gewinnen"

Bei den Vienna Capitals ist man seit Montag extrem sauer auf die Referees. "Ich weiß nicht, ob die Schiedsrichter heute blind sind wie immer, aber von außen sieht man, dass das eindeutige Strafen sind", hatte Peter Schneider schon während der Partie in einem TV-Interview geschimpft, nachdem er im ersten Drittel alleine aufs leere Tor gestürmt und dabei von KAC-Spieler Marco Richter mit einem Stockschlag gestoppt worden war. Doch die Referees ahndeten dieses Foul nicht. "Ein eindeutiger Slash, den hätte jeder Fan gepfiffen, auch die KAC-Fans, also ich kann es mir nicht erklären. (...) Wir spielen heute gegen KAC und gegen Schiedsrichter", schimpfte Schneider. Coach Dave Cameron war ebenfalls außer sich: "Schneider stand allein vor dem leeren Tor und wurde gefoult. Warum die Referees dafür keine Strafe gaben, kann ich nicht sagen. Wenn in solchen Fällen keine Strafen ausgesprochen werden, ist das natürlich frustrierend." An den Titel glaubt er dennoch: "Für Mittwoch ist klar. Wir müssen das Spiel gewinnen, oder es ist aus."