Wien/München. Vier weitere Radprofis stehen im Zusammenhang mit der "Operation Aderlass" im Verdacht, gegen die Anti-Dopingbestimmungen verstoßen zu haben. Der Radsport-Weltverband (UCI) hat laut einer Mitteilung vom Mittwoch die Ex-Profis Alessandro Petacchi und Borut Bozic sowie die aktuellen Profis Kristijan Durasek und Kristijan Koren über mögliche Regelverstöße informiert. Die UCI beruft sich auf Informationen, die sie von österreichischen Behörden erhalten hat.

Die "Operation Aderlass" zur Aufdeckung eines Dopingrings hatte während der Nordischen Ski-WM in Seefeld für Aufsehen gesorgt. Athleten aus dem Skilanglauf, dem Radsport und dem Eisschnelllauf stehen bisher im Verdacht, zum Zwecke von Blutdoping Kunden des deutschen Arztes Mark S. gewesen zu sein. Durasek (Team UAE) und Koren (Team Bahrain) wurden von der UCI suspendiert.

Aus dem Radsport hatten davor bereits unter anderem die Österreicher Georg Preidler und Stefan Denifl ihre Verwicklung eingeräumt. Laut der im diesem Fall federführenden Anti-Doping-Staatsanwaltschaft München I sind nach derzeitigem Stand 21 Sportler (in der Mehrzahl Männer) aus acht Ländern und fünf Sportarten in den Fall verwickelt.

Nach der Nennung von vier weiteren Namen von möglicherweise betroffenen Radprofis sind nun 15 Aktive aus sieben Ländern bekannt. (apa)