Milwaukee. Den Toronto Raptors fehlt nur noch ein Sieg zum erstmaligen Einzug ins Finale der National Basketball Association (NBA). Mit einem 105:99-Sieg bei den Milwaukee Bucks stellte der einzige kanadische NBA-Klub auf 3:2 in der Best-of-Seven-Serie, deren Gewinner auf Titelverteidiger Golden State Warriors trifft. Das sechste Spiel findet in der Nacht auf Sonntag (ab 2.30 MESZ/Dazn) in Toronto statt.

Raptors-Superstar Kawhi Leonard war mit 35 Punkten (15 im Schlussviertel), neun Assists und sieben Rebounds sowie starker Defensivarbeit der überragende Mann der Partie. Der 27-Jährige, der erst im Vorjahr über ein Tauschgeschäft, in den auch der Wiener Jakob Pöltl involviert war, von den San Antonio Spurs nach Kanada gewechselt war, entwickelt sich immer mehr zum Erfolgsgaranten der Raptors. Schon in der zweiten Play-off-Runde hatte er die Serie mit einem "Buzzer Beater" - einem Wurf, bei dem der Ball nach der Schlusssirene vier Mal auf den Korbrand sprang, eher er durchs Netz ging - zugunsten der Kanadier entschieden.

Milwaukees Kampfansage

Dazu überzeugte auch Aufbauspieler Fred VanVleet, der von der Bank kommend sieben seiner neun Dreier-Versuche traf und damit 21 Zähler zum wichtigen Auswärtserfolg beisteuerte. Die Bucks verloren damit erstmals in dieser Saison drei Spiele in Serie, obwohl sie das Match zu Beginn klar dominiert und mit bis zu 14 Punkten geführt hatten.

Milwaukees bester Scorer war Giannis Antetokounmpo mit 24 Zählern. "Wir waren das ganze Jahr über ein unverwüstliches Team. Wir müssen jetzt nur daran denken, dieses nächste Spiel in Toronto zu gewinnen", appellierte Bucks-Trainer Mike Budenholzer an seine Mannschaft.