Graz. (apa) Am 5. Jänner hat es heuer mit zwei Siegen gegen Albanien in der EM-Qualifikation schon einmal einen Volleyball-Doppelschlag des österreichischen Nationalteams gegeben. Wenige Tage später lösten die ÖVV-Herren das EM-Ticket, die -Damen verpassten es nur knapp. Am Pfingstsonntag folgten in Schwechat in der European League erneut zwei Heimsiege, am Mittwoch gibt es wieder in Graz die nächste Chance.

Am vorletzten Gruppen-Spieltag treffen im Sportpark die Damen (17.55 Uhr) wie auch die Herren (20.25, jeweils ORF Sport+) auf Ungarn. Das Damen-Team hat als Golden-League-Debütant in seinen vier Partien bereits sechs Punkte geholt, drei davon zu Pfingsten in Schwechat mit einem 3:1 gegen Frankreich. Die Französinnen waren mit 3:2 schon auswärts besiegt worden. Als Lohn kann die ÖVV-Truppe vor dem abschließenden Ungarn-Doppel nicht mehr in die Silver League absteigen. "Ungarn ist zwar als EM-Teilnehmer ein starker Gegner, ich glaube aber, dass wir daheim gute Chancen haben", sagt Sophie Wallner. Theoretisch gibt es als Tabellendritter bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Kroatien eine Möglichkeit auf den Gewinn der Gruppe B, dafür müsste aber gegen Ungarn auch am Samstag in Budapest gewonnen werden. Die Kroatinnen dürften indessen gegen das noch sieglose Frankreich keinen Erfolg einfahren. Den Herren steht in der Silver League ebenso ein Ungarn-Doppel bevor, in das sie als Tabellenführer gehen. Für den angestrebten Gewinn von Pool A sollten beide Partien am besten 3:0 gewonnen werden, um die im Nacken lauernden Griechen nicht noch vorbeiziehen lassen zu müssen. Beide Teams halten bei neun Punkte und einem Plus von fünf Sätzen. ÖVV-Teamchef Michael Warm: "Wir haben uns die Tür weit aufgemacht. Wir sind Erster und wollen ins Finale."