Pebble Beach. Der österreichische Golfprofi Sepp Straka hat bei seinem Major-Debüt bei den US Open sicher den Cut geschafft und spielt damit in Pebble Beach ebenso wie sein Landsmann Bernd Wiesberger um einen Anteil am Preisgeld von 12,5 Millionen Dollar. Der Burgenländer qualifizierte sich bei der fünften Teilnahme zum zweiten Mal. US-Außenseiter Gary Woodland übernahm die Spitze.

Der vom achten Platz in die zweite Runde gestartete Straka fabrizierte nach zwei frühen Schlaggewinnen ein Doppelbogey und zwei Bogeys, ehe er dank eines Birdies am letzten Loch eine 72 auf dem Par-71-Kurs an der kalifornischen Pazifikküste in seine Scorekarte eintragen durfte. Mit insgesamt 140 Schlägen ist der in den USA lebende, gebürtige Wiener zur Halbzeit des dritten Major-Turniers der Saison immerhin 19.

Wiesberger, der vor zwei Jahren 16. war, rettete seine Runde und die weitere Teilnahme dank zweier später Birdies (15. und 16. Loch). Zuvor hatte er ein Doppelbogey und drei Bogeys bei nur einem Schlaggewinn hinnehmen müssen. Das summierte sich zu einer 73er-Runde und dem Gesamtscore von 144 (2 über Par). Damit blieb der 33-jährige Burgenländer als 56. gerade noch über dem ominösen Strich.

Das sei über weite Strecken leider nicht sein bestes Golf gewesen, resümierte Wiesberger. "Ich muss auf der dritten und vierten Runde definitiv mehr von dem schaffen, was mir auf den letzten sechs Löchern gelungen ist."

Woodland benötigte für die zwei Runden nur 133 Schläge, eine 65 am Freitag verhalf ihm zu einem Rekordscore bei den US Open auf diesem Links-Kurs nach 36 Löchern. Tiger Woods hatte bei seinem Erfolg mit Rekordvorsprung von 15 Schlägen im Jahr 2000 zur Halbzeit einen Schlag mehr benötigt. "Ich muss so weiterspielen, ohne nachzudenken, was passieren könnte", sagte der 35-jährige Woodland, der vom achten Platz an die Spitze sprang. Er hat vor acht Jahren sein bisher einziges PGA-Turnier gewonnen, sein bisher bestes Major-Resultat ist ein sechster Platz (PGA Championship 2018).

Woodland führt mit zwei Schlägen Vorsprung auf Olympiasieger Justin Rose. Der Engländer hatte war dem ersten Tag vorangelegen (65), auf der zweiten Runde benötigte er 70 Schläge. "Ich bin in einer perfekten Position", betonte der US-Open-Gewinner von 2013.

Auch zwei andere Gewinner des dritten Major-Turniers der Saison sind weiter im Rennen um den Siegerscheck von mehr als zwei Millionen Dollar. Der Nordire Rory McIlroy ist mit vier Schlägen Rückstand (68/69) hinter dem Südafrikaner Louis Oosthuizen (66/70) Vierter und Brooks Koepka (USA) liegt fünf Schläge zurück (69/69) an der sechsten Stelle. Der Gewinner des heurigen PGA-Championships spielt um den ersten Hattrick bei den US Open seit mehr als 100 Jahren.

Tiger Woods muss die Hoffnung auf seinen 16. Major-Titel nach zwei Bogeys auf den letzten zwei Löchern hingegen wohl aufgeben. Der Gewinner des heurigen Masters und dreifache US-Open-Champion ist mit neun Schlägen Rückstand 32. (70/72).