Le Castellet. Der Frankreich-Grand-Prix sei eher keine Strecke für Ferrari, hatte man bei der Scuderia vor dem achten Saisonrennen am Sonntag (15.10 Uhr) befürchtet - und zumindest das Freitagstraining nährte diese Annahme: Der Finne Valtteri Bottas fuhr in Le Castellet die schnellste Runde, Zweiter wurde sein britischer Teamkollege Lewis Hamilton.

Der WM-Führende Hamilton hatte am Vormittag die Bestzeit aufgestellt, war am Nachmittag aber auch wegen eines kleinen Unfalls mit einem Poller am Ende langsamer als Bottas.

Der WM-Dritte Sebastian Vettel landete hinter Ferrari-Stallrivale Charles Leclerc aus Monaco auf Rang vier - und musste auch abseits der Strecke einen - allerdings erwartbaren - Rückschlag hinnehmen. Die Rennkommissäre bestätigten nämlich seine Strafe vom Kanada-Grand-Prix, bei der er zwar als Erster über die Ziellinie gefahren war, den Sieg aber aufgrund einer Zeitstrafe an Hamilton abgeben musste. Das von der Scuderia vorgelegte Beweismaterial sei nicht ausreichend für eine Aufhebung der Zeitstrafe, hieß es zur Begründung.