Pilhatsch verpasste 2017 in Budapest das Finale knapp. - © afp/Isza
Pilhatsch verpasste 2017 in Budapest das Finale knapp. - © afp/Isza

Gwangju. Die drei österreichischen Schwimmerinnen bei den Weltmeisterschaften in Gwangju gehen gemeinsam, aber mit recht unterschiedlichen Voraussetzungen in die Titelkämpfe. Caroline Pilhatsch (50 und 100 Meter) und Lena Grabowski (200 Meter) teilen sich quasi die Rückenstrecken auf, Marlene Kahler deckt gleich vier der sechs Kraulstrecken ab. Für sie geht es als Erste aus dem Trio, das am Donnerstag in Südkorea eingetroffen ist, bereits am Sonntag los.

Kahler war im vergangenen Jahr groß herausgekommen, hatte mit Bronze mit den Junioren-Europameisterschaften in Helsinki sowie mit zwei dritten Plätzen bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires aufgezeigt. "2018 war sozusagen mein Jahr. Es war aber alles nur bei den Junioren, und jetzt stehe ich schon in der allgemeinen Klasse", meinte die Niederösterreicherin zur Austria Presse Agentur. Nun will sie sich auch auf dieser Ebene beweisen. Mit der Erbringung des Olympia-Limits über 1500 Meter schon Ende März im ungarischen Debrecen hat die Kraulerin kräftig aufgezeigt - und das keinen Tag zu früh. Denn eine Woche später erhielt sie die Diagnose, wegen eines durch Überlastung bedingten Knochenmarködems in der rechten Hüfte pausieren zu müssen. Sechs Wochen Stützkrücken wurden verordnet, wie geplant war die 18-Jährige bei der Mare-Nostrum-Serie Mitte Juni aber wieder im Wettkampfeinsatz.

Synchronschwimmerinnen unter den Top Ten

Indessen ist am Freitag die Entscheidung bei Österreichs Synchron-Schwimmerinnen gefallen: Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri haben bei ihrem letzten WM-Auftritt im südkoreanischen Gwangju in der Duett-Kür Rang zehn erreicht. Das im Vorkampf neuntplatzierte Duo bekam im Finale der besten Zwölf am Donnerstag 87,1000 Punkte. Die gebürtigen Griechinnen waren mit der ihrer Meinung nach zu niedrigen Bewertung unzufrieden. "Wir sind wirklich enttäuscht, hätten uns mehr erwartet als Platz zehn und fühlen uns auch ungerecht behandelt. Unsere Choreographie war sicher besser als die Bewertung", so die 21-Jährigen. OSV-Sportdirektor Walter Bär fand es schade, dass offensichtliche Fehler anderer Teams nicht bestraft worden seien.

Gold ging an die russischen Seriensiegerinnen Swetlana Romaschina/Swetlana Kolesnitschenko, die mit 97,5000 vor Paaren aus China und der Ukraine gewannen. Das Alexandri-Duo hatte im Technik-Bewerb ebenso wie ihre Drillingsschwester Vasiliki im technischen Programm und in der Solo-Kür Rang acht belegt.